Portfolio a alokace
Wie viele ETFs sind im Portfolio genau richtig?
Das Wichtigste
- Ein einziger globaler ETF deckt technisch gesehen den gesamten globalen Aktienmarkt ab — mehr Fonds sind keine Notwendigkeit.
- Das Hinzufügen eines Anleihen-ETFs reduziert die Volatilität und ist für die meisten Anleger ein sinnvoller zweiter Schritt.
- Ein dritter und vierter Fonds sollte eine andere Anlageklasse oder deutlich niedrigere Korrelation bringen — nicht nur mehr Aktien.
- Über fünf Fonds steigen Rebalancing-Kosten und Komplexität ohne entsprechenden Diversifikationsgewinn.
- Das beste Portfolio ist nicht das komplexeste, sondern das, an dem Sie tatsächlich festhalten.
Ein bis drei gut gewählte ETFs decken den Bedarf der überwältigenden Mehrheit der Anleger — und das Hinzufügen weiterer Fonds ohne klaren Grund verschlechtert das Portfolio eher als es zu verbessern.
Ein ETF: Die minimalistische Lösung
Ein globaler World-ETF oder All-World-ETF hält Tausende von Aktien aus Dutzenden von Ländern. Aus Sicht der Aktien-Diversifikation ist das eine vollständige Lösung. Für einen Anleger mit langem Horizont und hoher Risikobereitschaft ist ein Fonds völlig ausreichend — und seine Einfachheit ist ein Merkmal, kein Mangel.
Zwei Fonds: Die Grundlage für die meisten
Der zweite Fonds ist typischerweise ein Anleihen-ETF, der die Schwankungen der Aktienkomponente dämpft. Das Verhältnis hängt von Alter und Risikobereitschaft ab. Diese Kombination liegt der überwältigenden Mehrheit erfolgreicher passiver Strategien zugrunde. Mehr zur Gestaltung des ersten Portfolios im Artikel Wie man sein erstes Portfolio zusammenstellt.
Drei bis fünf Fonds: Eine entwickelte Strategie
Ein dritter Fonds könnte geografische Exposition hinzufügen — Schwellenländer oder Europa — eine alternative Anlageklasse wie Gold oder REITs oder einen spezifischen Faktor wie Wert oder Dividenden. Jeder hinzugefügte Fonds sollte den Test bestehen: Reduziert er das Risiko oder erhöht er die Rendite um mehr, als er an Kosten und Komplexität kostet?
Wann sind zu viele Fonds vorhanden?
Über fünf Fonds steigen für die überwältigende Mehrheit der passiven Anleger Kosten und Rebalancing-Komplexität ohne entsprechenden Nutzen. Typische Anzeichen eines überkomplizierten Portfolios: sich überlappende Aktien in mehreren Fonds, Unleserlichkeit der Gesamtzusammensetzung und Rebalancing, das mehr Transaktionen erfordert, als es an Wert hinzufügt. Mehr dazu, wo die Grenze liegt, im Artikel Wie Sie richtig diversifizieren.
Häufige Fragen
Reicht ein ETF für ein komplettes Portfolio?
Ja, für ein rein aktienbasiertes langfristiges Portfolio deckt ein globaler ETF Tausende von Aktien aus aller Welt ab und ist vollständig diversifiziert. Das Hinzufügen einer Anleihenkomponente reduziert die Volatilität für konservativere Anleger.
Wie erkennt man, ob ein hinzugefügter ETF überflüssig ist?
Prüfen Sie, ob er eine andere Anlageklasse oder eine deutlich niedrigere Korrelation mit Ihren anderen Fonds bringt. Wenn zwei Ihrer ETFs zum großen Teil dieselben Aktien halten, ist einer überflüssig und erhöht nur die Kosten.
Wie viele ETFs halten typischerweise erfolgreiche passive Anleger?
Erfolgreiche passive Anleger halten typischerweise zwei bis vier ETFs. Einfachheit verbessert die Disziplin und reduziert Fehler — und das hat einen direkten Einfluss auf die Ergebnisse.