Portfolio
Wie Sie Ihr erstes Portfolio aufbauen: Kern und Satelliten
Das Wichtigste
- „Kern und Satelliten"-Ansatz: 60–80 % in einer breiten, günstigen Basis; 20–40 % in thematischen Wetten.
- Der Kern besteht typischerweise aus dem S&P 500 oder einem weltweiten Index.
- Satelliten: NASDAQ, Halbleiter, KI, Raumfahrt, Gesundheit oder Dividenden.
- Höhere erwartete Rendite bedeutet höheres Risiko und stärkere Schwankungen.
- Rebalancieren Sie einmal jährlich auf die Zielgewichte zurück — Sie verkaufen dadurch automatisch teuer und kaufen günstig.
Anfängerinnen und Anfänger denken oft, Investieren bedeute, Einzelaktien auszuwählen. Die Wahrheit ist nüchterner — und wirkungsvoller: Ein paar sorgfältig gewählte ETFs und eine klare Struktur reichen vollkommen aus. Der am weitesten verbreitete Ansatz ist „Kern und Satelliten" (Core-Satellite).
Kern (60–80 % des Portfolios)
Eine breite, günstige und global diversifizierte Basis, die den Großteil des Portfolios ausmacht und keine aktive Betreuung erfordert. Typischerweise der S&P 500 (CSPX) oder ein weltweiter Index. Er ist diversifiziert, kostengünstig und ist historisch verlässlich gewachsen. Hier suchen Sie keine Aufregung — Sie suchen Ruhe und Zinseszinseffekt.
Satelliten (20–40 %)
Kleinere Positionen, mit denen Sie das Portfolio nach Ihren Überzeugungen „würzen". Aus der ETF-Übersicht zum Beispiel:
- NASDAQ 100 / Halbleiter (CNDX, SMH) — höheres Wachstum, höhere Volatilität
- KI und Big Data (XAIX) — eine Wette auf einen technologischen Trend
- Raumfahrt (JEDI) — ein spekulativeres Thema mit langem Zeithorizont
- Gesundheitswesen (XDWH) — defensiver Sektor mit moderateren Rückgängen
- Dividenden (VHYL, ZPRG) — wenn Sie auch regelmäßige Einnahmen möchten
Vergessen Sie das Rebalancing nicht
Schauen Sie einmal im Jahr nach, ob Ihre Satelliten überproportional gewachsen sind (nach einem guten Jahr können sie leicht von 10 auf 18 % anwachsen), und bringen Sie die Gewichte zurück. Damit verkaufen Sie automatisch teuer und kaufen günstig — ohne Emotion.
Konkrete Musterportfolios (von „Maximales Wachstum" bis „Dividendeneinkommen") und deren Projektionen finden Sie im Wachstumsrechner.
Häufige Fragen
Wie viele ETFs brauche ich?
1 bis 4 sind völlig ausreichend. Mehr Fonds bedeuten nicht automatisch bessere Diversifikation — ein einziger breiter Index deckt bereits Hunderte bis Tausende Unternehmen ab.
Was ist Rebalancing?
Die Rückkehr zu den Zielgewichten: Sie verkaufen einen Teil der übergewachsenen Position und kaufen die zurückgebliebene nach. Das hält das Portfoliorisiko unter Kontrolle.
Muss ich Einzelaktien auswählen?
Nein. Index-ETFs halten einen ganzen Korb von Unternehmen auf einmal, sodass Sie nicht auf Einzeltitel setzen müssen.