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Schwellenmärkte: Große Chance und großes Risiko in einem Paket

7 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

Schwellenmärkte sind Volkswirtschaften in einer Phase der raschen Entwicklung mit einer wachsenden Mittelschicht, aber gleichzeitig mit schwächerem institutionellem Schutz für Anleger, höherer politischer Instabilität und volatileren Währungen — deshalb bieten sie höheres Potenzial, aber auch höheres Risiko als entwickelte Märkte.

Was Schwellenmärkte umfassen

Der MSCI Emerging Markets Index deckt rund 24 Länder ab. Die größten sind China, Indien, Taiwan, Südkorea (bei MSCI noch in EM), Brasilien und Saudi-Arabien. Insgesamt sind es rund 1.400 Unternehmen.

China allein macht über ein Viertel des Index aus. Das ist eine Schlüsselinformation: Der Kauf eines „Schwellenmarkt-ETF" bedeutet keine gleichmäßige Exposition gegenüber Dutzenden von Ländern — es bedeutet vor allem eine Wette auf China.

Warum sie attraktiv sind

Reale Risiken, die nicht ignoriert werden können

Politisches Risiko: China kann über Nacht die Branchenregulierung ändern — der Technologiesektor hat das 2020–2021 erlebt, als die chinesische Regierung hart gegen die größten Technologieunternehmen vorging. Das Ergebnis waren Kursrückgänge von Dutzenden von Prozent.

Währungsrisiko: Der brasilianische Real, die indische Rupie oder der chinesische Yuan können gegenüber dem Euro erheblich schwächer werden. Lokale Aktien können steigen, aber die Euro-denominierte Rendite wird niedriger oder negativ sein.

Liquidität und Transparenz: Kleinere Märkte wie Vietnam oder Ägypten haben eine geringere Liquidität und schwächere Unternehmensberichterstattung als die USA oder Europa.

Empfehlung für eine vernünftige Allokation: Die Finanzliteratur nennt einheitlich 10–20 % des Aktienanteils eines Portfolios für Schwellenmärkte. Mehr = Risikokonzentration; weniger = vernachlässigbarer Diversifikationseffekt. Dies ist keine Anlageberatung.

Wie Sie als tschechischer Anleger in EM investieren

Der beste Weg ist ein irisches UCITS-ETF auf MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging Markets. Für China gibt es auch spezialisierte ETFs — diese werden im Artikel China im Portfolio behandelt. Der Drei-Jahres-Steuertest gilt genauso wie bei anderen ETFs, wie die ETF-Steuerübersicht für Tschechien erläutert.

Häufige Fragen

Was sind Schwellenmärkte?

Entwicklungsmärkte — Volkswirtschaften in einer Phase des raschen Wachstums wie China, Indien oder Brasilien. Im Vergleich zu entwickelten Märkten bieten sie höheres Potenzial, aber auch höheres Risiko: politische Instabilität, schwächerer Anlegerschutz, Währungsvolatilität.

Warum hat China ein so großes Gewicht im EM-Index?

Weil es die weltweit größte Schwellenmarktwirtschaft mit enormer Marktkapitalisierung ist. Im MSCI EM macht es über 25 % des Gewichts aus. Der Kauf eines EM-ETF ist daher zu einem großen Teil eine Wette auf die Entwicklung des chinesischen Marktes.

Ist das Währungsrisiko bei Schwellenmärkten groß?

Ja. Lokalwährungen (Real, Rupie, Yuan) können gegenüber dem Euro erheblich schwächer werden. Selbst wenn der lokale Markt wächst, kann ein Währungsverlust die Euro-denominierte Rendite erheblich senken oder vollständig eliminieren.

Wie viel Prozent des Portfolios sollte in Schwellenmärkte fließen?

Die Finanzliteratur nennt am häufigsten 10–20 % des Aktienanteils als vernünftige Ergänzung zu entwickelten Märkten. Es hängt von Ihrer Risikotoleranz und Ihrem Anlagehorizont ab. Dies ist keine Anlageberatung — das ist nur die allgemein genannte Bandbreite.

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