Riziko, krize a měny
Wie Sie berechnen, wie viel Risiko Sie wirklich tragen können: Kapazität vs. Toleranz
Das Wichtigste
- Risikotoleranz ist psychologisch — wie gut Sie mit dem Beobachten von Portfoliorückgängen umgehen.
- Risikokapazität ist finanziell — wie viel Sie sich zu verlieren leisten können, ohne Ihre Ziele zu gefährden.
- Die resultierende Aktienquote sollte beide Komponenten berücksichtigen; die restriktivere ist die bindende.
- Historische Rückgänge: Der S&P 500 fiel 2008 um 55 % und 2020 um 34 %.
- Ohne die eigene Kapazität und Risikotoleranz zu kennen, ist es unmöglich, ein Portfolio aufzubauen, an dem man wirklich festhält.
Wie viel Risiko Sie tragen können, hängt von zwei unabhängigen Komponenten ab: Toleranz (psychologische Fähigkeit, einen Rückgang auszuhalten) und Kapazität (finanzielle Fähigkeit, einen Verlust zu überstehen, ohne Ihre Ziele zu gefährden). Sie müssen beide kennen — die restriktivere ist die bindende.
Risikotoleranz: Halten Sie −30 % aus?
Risikotoleranz betrifft Emotionen und Verhalten. Im Fragebogen eines Brokers schreiben Sie, wie Sie sich bei einem 20 %-Rückgang fühlen würden. Aber Theorie und Praxis weichen ab. Ein besserer Test: Erinnern Sie sich, wie Sie sich im März 2020 oder Dezember 2022 verhalten haben. Haben Sie verkauft? Panik gehabt? Oder nachgekauft? Ihre Antwort ist genauer als jeder Fragebogen.
Risikokapazität: Objektive Zahlen
- Zeithorizont — nach wie vielen Jahren brauchen Sie das Geld? Kürzerer Horizont = niedrigere Kapazität
- Einkommensstabilität — Angestellter vs. Selbstständiger, Jobsicherheit
- Höhe der Reserve — haben Sie 6 Monatsausgaben außerhalb des Portfolios?
- Verhältnis von Investitionen zu Gesamtvermögen — wenn das Portfolio 90 % Ihres Nettovermögens ausmacht, ist ein Verlust von 40 % eine andere Situation als bei einem Anleger, der auch Immobilien, eine Rente und Ersparnisse hat
Von Zahlen zum Portfolio
Wenn Sie wissen, dass Sie psychologisch einen Rückgang von 25 % aushalten, Ihre Kapazität aber nur −15 % erlaubt (kurzer Horizont, kleine Reserve), gilt die strengere Grenze. Einem maximalen Rückgang von −15 % entspricht ungefähr ein Portfolio mit 30–40 % Aktien. Mehr dazu, wie Sie diese Parameter in ein konkretes Portfolio übersetzen, finden Sie im Artikel wie Sie Ihr erstes Portfolio zusammenstellen. Einen Vergleich verschiedener Allokationsansätze bietet der Bereich Portfolioanalysen.
Häufige Fragen
Was ist Risikotoleranz?
Die psychologische Fähigkeit, einen Rückgang des Portfoliowerts zu ertragen, ohne in Panik zu verkaufen. Sie wird durch Persönlichkeit, frühere Erfahrungen und die Länge des Anlagehorizonts beeinflusst. Sie werden sie am besten in einer echten Krise kennenlernen, nicht aus einem Fragebogen.
Was ist Risikokapazität?
Die finanzielle Fähigkeit, einen Verlust zu überstehen, ohne Lebensziele zu gefährden. Sie hängt von der Länge des Horizonts, der Einkommensstabilität, der Reservenhöhe und dem Anteil der Investitionen am Gesamtvermögen ab. Es ist eine objektive Größe, anders als die Toleranz.
Welcher Faktor ist wichtiger — Toleranz oder Kapazität?
Die restriktivere ist immer bindend. Wenn Sie eine hohe Toleranz haben (Sie halten psychologisch −50 % aus), aber eine niedrige Kapazität (Sie brauchen das Geld in drei Jahren), müssen Sie das Portfolio an die Kapazität anpassen — das ist die objektive Grenze.
Wie groß ist der Rückgang bei einem 100 %-Aktienportfolio?
Historisch fiel der S&P 500 2008 um rund 55 % und 2020 um 34 %. Ein globales Portfolio hat ähnliche Rückgänge. Wenn diese Zahlen Ihre Ziele gefährden oder Sie zum Verkauf bewegen würden, ist eine 100 %-Aktienallokation nicht das Richtige für Sie.