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ZPRG (SPDR Global Dividend Aristocrats): ETF-Analyse — die Dividendenaristokraten der Welt

6 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

Was der Fonds abbildet

Der S&P Global Dividend Aristocrats Index verlangt, dass ein Unternehmen seine Dividende mindestens 10 Jahre in Folge gesteigert oder beibehalten hat. Dieses Kriterium filtert automatisch finanziell angeschlagene Unternehmen heraus — wenn ein Unternehmen aufhört, die Dividende zu erhöhen, wird es beim nächsten Review aus dem Index entfernt. Das Ergebnis ist ein Portfolio qualitativ hochwertiger, reifer Unternehmen aus Finanzen, Industrie, Energie und Konsumgütern. Der Index ist geografisch global — er umfasst die USA, Europa, Asien und Australien.

Eckdaten

ZPRG ist ein ausschüttender Fonds mit irischem Domizil (ISIN beginnt mit IE). Dividenden werden an Anleger ausgezahlt — eine automatische Reinvestition findet nicht statt. Den aktuellen TER immer auf justETF prüfen. State Street ist einer der größten Vermögensverwalter der Welt, und der Fonds hat ausreichende Liquidität für einen gewöhnlichen Privatanleger.

Steuern auf Dividenden: Jede Ausschüttung ist steuerpflichtiges Einkommen. Irisches Domizil bedeutet 15% Quellensteuer auf US-Anteile. Den Rest regelt die Steuererklärung. Mehr im Artikel Steuern auf ETFs.

Aristokraten vs. hohe Rendite

Der Hauptunterschied zwischen ZPRG und Fonds wie VHYL liegt im Auswahlkriterium. VHYL wählt Unternehmen nach der Höhe der Dividendenrendite aus — das Ergebnis kann ein Portfolio hochrenditerender, aber instabiler Zahler sein. ZPRG wählt nach Zahlungshistorie — eine niedrige, aber wachsende und verlässliche Rendite ist wertvoller als eine hohe, aber fragile. Für den Anleger bedeutet das weniger Überraschungen in Form plötzlicher Dividendenkürzungen.

Für wen geeignet

ZPRG passt zu Anlegern, die:

Risiken und Einschränkungen

Auch aristokratische Unternehmen können ihre Dividende kürzen — in der Krise 2020 taten das viele traditionell stabile Zahler. Der Fonds untergewichtet auch schnell wachsende Sektoren (Technologie), die keine oder niedrige Dividenden zahlen. In einem wachstumsorientierten Bullenmarkt hinkt ZPRG daher einem breiten Index hinterher. Die Gesamtrendite (Kurs plus Dividenden) muss verfolgt werden. Ein Vergleich von Dividendenstrategien findet sich im Artikel Dividendenaristokraten.

Rolle im Portfolio

ZPRG wird am häufigsten mit einem Kern-Breitmarkt-ETF wie IWDA kombiniert. Er fügt eine Einkommenskomponente hinzu und stabilisiert die Portfoliovolatilität dank der konservativeren Unternehmensauswahl etwas. Auf der ETF-Übersicht finden Sie weitere Dividendenalternativen.

Häufige Fragen

Wie werden Unternehmen für den S&P Global Dividend Aristocrats Index ausgewählt?

Der Index verlangt mindestens 10 aufeinanderfolgende Jahre Dividendenwachstum oder -stabilität. Unternehmen müssen auch Mindestkriterien für Liquidität und Marktkapitalisierung erfüllen. Der Index wird vierteljährlich neu gewichtet.

Ist ZPRG sicherer als andere Dividendenfonds?

Der aristokratische Ansatz reduziert das Risiko eines plötzlichen Dividendenausfalls, kann es aber nicht vollständig eliminieren. In einer Wirtschaftskrise können auch langjährige Zahler ihre Dividende aussetzen — wie 2020 gezeigt hat.

Kann ich ZPRG mit VHYL kombinieren?

Ja, aber die Überschneidung ist hoch — beide Fonds halten ähnliche Unternehmenstypen. Wenn Sie beide wollen, sollten Sie einen klaren Grund für die Kombination haben. Ich empfehle eher, einen auszuwählen und ihn mit einem anders ausgerichteten ETF zu kombinieren.

Wie werden Dividenden von ZPRG besteuert?

ZPRG hat irisches Domizil — auf US-Anteile werden 15% Quellensteuer abgezogen. Anleger geben die Dividendeneinkünfte dann in der Steuererklärung an und zahlen den anwendbaren Steuersatz (mit der Möglichkeit, im Ausland gezahlte Steuern anzurechnen). Details im Artikel über ETF-Besteuerung.

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