Dividendy
REITs und Dividenden: Immobilieneinnahmen, die Sie an der Börse kaufen können
Das Wichtigste
- Ein REIT besitzt Immobilien und ist gesetzlich verpflichtet, in der Regel mindestens 90 % seines steuerpflichtigen Einkommens als Dividende auszuschütten.
- Sie können ihn über jeden gängigen Broker wie eine Aktie kaufen – ohne physische Immobilie zu erwerben.
- REIT-Dividenden werden in der Tschechischen Republik mit 15 % besteuert; der Zeittest gilt nicht für Dividenden.
- Die Diversifikation über einen REIT-ETF reduziert das Risiko eines einzelnen Fonds oder Sektors.
- REITs verhalten sich anders als Aktien – berücksichtigen Sie das bei der Portfoliozusammenstellung.
Ein REIT (Real Estate Investment Trust) ist ein börsengehandelter Fonds, der Immobilien besitzt und betreibt – von Bürogebäuden und Rechenzentren bis hin zu Logistikparks – und gesetzlich verpflichtet ist, einen wesentlichen Teil seiner Einnahmen als Dividende an die Anleger auszuschütten.
Wie REITs funktionieren
US-REITs müssen jährlich mindestens 90 % ihres steuerpflichtigen Einkommens an die Aktionäre ausschütten. Das Ergebnis sind in der Regel überdurchschnittliche Dividendenrenditen – historisch 3–5 % pro Jahr, manchmal auch mehr. Der Anleger erwirbt damit einen Anteil an physischen Vermögenswerten, ohne sich um die Verwaltung von Gebäuden, Mietverträgen oder Reparaturen kümmern zu müssen.
REITs decken ein breites Sektorspektrum ab: Es gibt Fonds mit Fokus auf Wohn-, Gewerbe-, Industrie-, Gesundheits- oder Rechenzentrumsimmobilien. Jeder Sektor reagiert unterschiedlich auf den Konjunkturzyklus.
REIT über ETF: der einfachere Weg
Ein einzelner REIT birgt das Risiko eines einzelnen Unternehmens oder Marktes. Daher bevorzugen viele Anleger REIT-ETFs, die Dutzende oder Hunderte von Immobilienfonds gleichzeitig halten. Den ETF können Sie über einen Broker wie jede andere Aktie kaufen.
- REIT-ETFs schütten Dividenden in der Regel vierteljährlich aus.
- Globale REIT-ETFs enthalten Unternehmen aus den USA, Europa und Asien.
- Als UCITS-Fonds sind sie auch für europäische Anleger zugänglich.
- Einen Vergleich finden Sie in der ETF-Übersicht auf Hřivna.
Risiken und Grenzen
REITs reagieren empfindlich auf Zinssätze – steigen die Zinsen, fallen REIT-Kurse in der Regel, weil Immobilienfinanzierungen teurer werden. Zudem sind sie weniger liquide als große Aktien-ETFs, und die Dividende ist nicht garantiert: In einer Rezession kann der Manager sie kürzen oder aussetzen.
Als Teil eines diversifizierten Portfolios können REITs eine Einkommenskomponente hinzufügen, die sich nicht ganz wie Aktien verhält. Anleger mit Fokus auf eine Dividendenstrategie kombinieren sie daher häufig mit Aktien-ETFs.
Häufige Fragen
Was ist ein REIT einfach erklärt?
Ein börsengehandelter Fonds, der Immobilien besitzt und gesetzlich verpflichtet ist, den Großteil seiner Einnahmen als Dividende auszuschütten. Sie investieren in physische Vermögenswerte – Gebäude, Logistik, Rechenzentren – ohne selbst eine Immobilie zu kaufen.
Wie hoch sind REIT-Dividenden?
Historisch 3–5 % pro Jahr, je nach Sektor und Markt. Die Renditen sind nicht garantiert; der Manager kann die Dividende kürzen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Rendite, sondern auch die finanzielle Gesundheit des Fonds zu beobachten.
Werden REIT-Dividenden besteuert?
In Tschechien ja – sie werden mit 15 % Quellensteuer besteuert. Der Zeittest gilt nicht für Dividenden, unabhängig von der Haltedauer. Dieser Text ist keine Steuerberatung.
Ist es besser, REITs direkt oder über einen ETF zu kaufen?
Über einen ETF erhalten Sie sofortige Diversifikation über Dutzende von Fonds und Sektoren. Ein einzelner REIT trägt das Risiko eines einzelnen Marktes oder Managements. Für die meisten Anleger ist ein REIT-ETF die einfachere und sicherere Wahl.