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Reale vs. nominale Rendite: Was Sie nach der Inflation wirklich behalten
Das Wichtigste
- Nominale Rendite ist der Brutto-Wertzuwachs; reale Rendite ist der Wertzuwachs nach Abzug der Inflation.
- Nur die reale Rendite zählt — sie zeigt, ob Sie sich tatsächlich mehr kaufen können.
- Bei 8% nominaler Rendite und 3% Inflation beträgt die reale Rendite etwa 5%.
- Ein Sparkonto mit niedrigem Zinssatz kann nach Inflation eine negative reale Rendite liefern.
- Aktien haben historisch positive reale Renditen geboten, was der Hauptgrund für Investitionen in sie ist.
Ihr Portfolio ist in einem Jahr um 8% gewachsen. Toll? Das kommt darauf an. Wenn Waren und Dienstleistungen um 3% gestiegen sind, sind Sie real nur um etwa 5% reicher geworden. Nominale Rendite ist die Rohdahl; reale Rendite ist das, was nach der Inflation wirklich übrig bleibt — und nur die zweite Zahl zählt.
Was nominale und reale Rendite bedeuten
Nominale Rendite ist der Wertzuwachs, den Sie auf dem Kontoauszug sehen — wie viel Prozent hinzugekommen sind. Reale Rendite ist diese Zahl nach Abzug der Inflation. Sie zeigt, ob Sie sich für Ihr Geld tatsächlich mehr kaufen können als vorher. Und darum geht es beim Investieren — nicht um eine große Zahl, sondern um Kaufkraft.
Wie man sie berechnet
Als grobe Näherung subtrahieren Sie einfach die Inflation von der nominalen Rendite:
- Nominale Rendite 8% − Inflation 3% ≈ reale Rendite 5%.
- Sparkonto 2% − Inflation 4% ≈ reale Rendite −2% (Sie werden real ärmer!).
(Die genaue Formel ist etwas komplexer, aber diese einfache Subtraktion reicht zur Orientierung.)
Warum Aktien
Der Hauptgrund, die Schwankungen von Aktien in Kauf zu nehmen, ist genau die reale Rendite. Breite Aktienindizes haben historisch positive reale Wertzuwächse geboten (in der Größenordnung von 5–7% pro Jahr nach Inflation über lange Zeiträume) — die Kraft, die wirklich Vermögen aufbaut. Ein Sparkonto hilft in der Regel nur dabei, den Realwert zu erhalten, nicht ihn zu vervielfachen.
In realen Zahlen denken
Wenn Sie Renteneinnahmen oder ein Ziel in 20 Jahren planen, rechnen Sie in heutigem Geld. „Ich werde 5 Millionen haben" klingt schön, aber in 20 Jahren bei Inflation werden diese Millionen andere Kaufkraft haben. Deshalb hat die Wachstumsprojektion einen Schalter für Realwerte — damit Sie das wahre Ergebnis sehen, nicht nur eine große nominale Zahl. Wie Inflation funktioniert, erklärt auch der Artikel über Sparen vs. Investieren.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen nominaler und realer Rendite?
Nominale Rendite ist der Brutto-Wertzuwachs, wie er auf dem Kontoauszug steht. Reale Rendite ist diese Zahl nach Abzug der Inflation — sie zeigt, ob Sie sich tatsächlich mehr kaufen können. Für echten Vermögensaufbau zählt nur die reale Rendite.
Wie berechne ich die reale Rendite schnell?
Als schnelle Näherung subtrahieren Sie die Inflation von der nominalen Rendite. Bei 8% Wertzuwachs und 3% Inflation beträgt die reale Rendite etwa 5%. Die genaue Formel ist etwas komplexer, aber diese Subtraktion reicht zur Orientierung.
Kann die reale Rendite negativ sein?
Ja, und das ist oft der Fall — zum Beispiel bei einem Sparkonto, dessen Zinssatz niedriger als die Inflation ist. Dann wächst Geld nominal, aber seine Kaufkraft sinkt. Es ist ein stiller Verlust, den Sie auf dem Kontoauszug nicht direkt sehen.
Warum wegen der realen Rendite Aktien wählen?
Weil breite Aktienindizes historisch positive reale Renditen geboten haben (etwa 5–7% pro Jahr nach Inflation über lange Zeiträume), während ein Sparkonto den Realwert hauptsächlich nur erhält. Positiver realer Wertzuwachs ist der Hauptgrund, die Schwankungen von Aktien in Kauf zu nehmen.