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Anleihen zum Portfolio hinzufügen: Wann und wie viel

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Das Wichtigste

Anleihen im Portfolio sind in erster Linie ein Instrument zur Volatilitätsreduzierung — keine Quelle maximaler Rendite. Ihr Hinzufügen macht in einer bestimmten Lebensphase und mit Blick auf Laufzeit und Emittententyp Sinn.

Wann Anleihen hinzufügen

Das Hinzufügen einer Anleihenkomponente ist relevant, wenn:

Ein junger Anleger mit einem dreißigjährigen Horizont ist mit einem Portfolio von 90–100 % Aktien vollkommen in Ordnung. Ein nahender Ruhestand erfordert, schrittweise einen Teil in Anleihen umzuschichten — typischerweise beginnend zehn Jahre vor der Entnahmephase.

Duration: Der Schlüsselparameter

Duration drückt die Empfindlichkeit einer Anleihe oder eines Fonds gegenüber Zinsänderungen aus. Eine Anleihe mit einer Duration von 10 Jahren verliert ungefähr 10 % ihres Wertes, wenn die Zinsen um 1 Prozentpunkt steigen. Kürzere Duration bedeutet geringeres Risiko, aber auch geringere Rendite. Für den defensiven Teil eines Portfolios sind kurzfristige bis mittelfristige ETFs mit einer Duration von 1–7 Jahren angemessen.

Tipp: Langfristige Anleihen mit 20+ Jahren Duration haben potenziell höhere Renditen, aber auch eine dramatisch höhere Zinssensitivität. Sie eignen sich als Teil eines All-Weather-Ansatzes, nicht als einfache Portfolio-Absicherung.

Welche Anleihen wählen

Für eine Kern-Anleihenallokation sind geeignete Optionen:

Vermeiden Sie als Kern-Defensivkomponente Hochzinsfonds — sie haben eine höhere Korrelation mit Aktien und verhalten sich in Krisen ähnlich. Einen umfassenderen Blick auf die Anleihenallokation im Portfolio-Kontext bietet der Artikel über Asset Allocation.

Wie viel Prozent in Anleihen

Es hängt von Alter und Risikobereitschaft ab. Als Ausgangspunkt dient die Altersregel: Ihr Alter in Prozent als Anleihenanteil. Eine modernere Version ist aggressiver: Alter minus 20 als Anleihenanteil in Prozent. Beide sind nur grobe Richtwerte — entscheidend ist Ihre gesamte Asset Allocation und Ihr Investitionsplan.

Häufige Fragen

Warum Anleihen zu einem Aktienportfolio hinzufügen?

Anleihen haben historisch eine niedrige oder negative Korrelation mit Aktien: Wenn Aktien fallen, tendieren Anleihen dazu, stabil zu bleiben oder zu steigen. Das Hinzufügen einer Anleihenkomponente reduziert die Gesamtvolatilität des Portfolios, ohne Aktien vollständig aufgeben zu müssen.

Was ist Anleihen-Duration?

Ein Maß für die Empfindlichkeit des Anleihenpreises gegenüber Zinsänderungen. Eine Anleihe mit einer Duration von 5 Jahren verliert ungefähr 5 % ihres Wertes, wenn die Zinsen um 1 % steigen. Kürzere Duration bedeutet geringeres Risiko, aber auch geringeres Renditepotenzial.

Sind Unternehmensanleihen besser als Staatsanleihen?

Unternehmensanleihen bieten höhere Renditen, fügen aber Kreditrisiko hinzu und tendieren zu einer höheren Korrelation mit Aktien. Für den defensiven Teil eines Portfolios sind Staatsanleihen aus entwickelten Volkswirtschaften eine zuverlässigere Grundlage.

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