Investiční slovník
TER: Was diese Zahl über die Kostenstruktur eines Fonds aussagt
Das Wichtigste
- TER ist die jährliche Fondskostenquote in Prozent des Vermögens — sie wird automatisch aus dem Fonds entnommen.
- Handelskosten wie Spread oder die Forex-Gebühr des Brokers sind darin nicht enthalten.
- Bei passiven ETFs auf Weltindizes beträgt die TER typischerweise 0,07–0,25 %; aktive Fonds haben TER von 1–2 % oder mehr.
- Eine niedrige TER ist notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für kostengünstiges Investieren.
TER (Total Expense Ratio), auf Deutsch die Gesamtkostenquote, ist die jährliche prozentuale Gebühr, die ein Fonds aus seinem Vermögen für Verwaltung, Verwahrung und Betriebskosten entnimmt — und sie erscheint nie als abgezogene Position, da sie sich im Anteilspreis widerspiegelt.
Wie TER in der Praxis funktioniert
Ein Fonds mit einer TER von 0,2 % und einem Vermögen von 1.000 EUR entnimmt jährlich 2 EUR als Kosten. Diese werden nicht von Ihrem Konto abgezogen, sondern mindern die Rendite des Fonds um diesen Prozentsatz im Vergleich zur reinen Marktrendite. Steigt der Index um 8 %, erwirtschaftet der Fonds mit TER 0,2 % ungefähr 7,8 % (vereinfacht).
TER vs. OCF
Sie werden auch den Begriff OCF (Ongoing Charges Figure) begegnen — er bezeichnet dasselbe, ist nur ein anderer Name, der in der EU-Regulierung (KID-Dokumente) verwendet wird. In der Praxis sind TER und OCF austauschbar. OCF ist gelegentlich etwas niedriger, da es bestimmte einmalige Kosten nicht einschließt.
Was TER nicht einschließt
TER erfasst nur die Kosten innerhalb des Fonds. Nicht erfasst werden:
- Spread — Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis beim Handel von ETFs an der Börse.
- Forex-Gebühr des Brokers — Währungsumrechnungsgebühr beim Kauf.
- Broker-Provision — Gebühr für die Ausführung eines Handels.
Deshalb ist TER eine notwendige, aber nicht ausreichende Information. Das vollständige Kostenbild umfasst auch die Broker-Konditionen — siehe Artikel über die wahren Kosten des Investierens.
Was eine „gute" TER ist
Bei passiven ETFs auf Weltindizes (MSCI World, S&P 500) liegt die TER zwischen 0,07 % und 0,25 %. Aktiv verwaltete Fonds haben typischerweise eine TER von 1–2 %, manchmal mehr. Studien zeigen wiederholt, dass eine höhere TER nicht zu höheren Renditen führt — eher umgekehrt. Den passiven Ansatz mit niedriger TER beschreibt der Artikel aktives vs. passives Investieren.
Häufige Fragen
Was ist TER einfach erklärt?
Die jährliche Fondsgebühr in Prozent des Vermögens. Ein Fonds mit TER 0,2 % entnimmt jährlich 0,2 % seines Vermögens als Verwaltungskosten. Sie spiegelt sich im Anteilspreis wider — Sie sehen sie nicht als direkte Zahlung von Ihrem Konto.
Welche TER ist gut für ein ETF?
Bei passiven ETFs auf große Indizes (S&P 500, MSCI World) gelten 0,07–0,25 % als niedrig und standardmäßig. Fonds mit einer TER über 0,5 % für eine passive Strategie sind teuer. Aktive Fonds haben typischerweise eine TER von 1–2 %.
Was ist der Unterschied zwischen TER und OCF?
Praktisch nichts — es sind verschiedene Namen für dieselbe Kennzahl. OCF (Ongoing Charges Figure) ist die in EU-Regulierungsdokumenten (KID) verwendete Bezeichnung. TER ist der ältere, international weiter verbreitete Begriff. In der Praxis sind sie austauschbar.
Schließt TER auch Broker-Gebühren ein?
Nein. TER deckt nur Kosten innerhalb des Fonds ab — Verwaltung, Verwahrung, Prüfung. Broker-Gebühren für Handel, Spread und Währungsumrechnung sind separate Kosten, die von TER nicht erfasst werden.