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Die wahren Kosten des „gebührenfreien" Investierens

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Das Wichtigste

„Gebührenfreies" Investieren gibt es nicht — ein Broker, der keine Handelsprovision verlangt, verdient auf andere Weise, und diese versteckten Kosten können klassische Provisionen übersteigen.

Wie ein Broker ohne Provision verdient

Es gibt vier Haupteinnahmequellen bei „gebührenfreien" Brokern:

Beispiel: Ein Broker mit „null Provision" erhebt 0,5 % Forex-Gebühr. Bei regelmäßigen monatlichen Käufen in Höhe von 3.000 CZK zahlen Sie allein für die Umrechnung jährlich 180 CZK — mehr als eine feste Provision von 1 EUR pro Handel.

Wie der Spread beim ETF-Kauf wirkt

Bei großen ETFs an Hauptbörsen ist der Spread sehr niedrig — typischerweise 0,01–0,1 %. Bei weniger liquiden Instrumenten oder außerhalb der Haupthandelszeiten kann er deutlich steigen. Daher lohnt es sich, während der aktiven Handelszeiten zu kaufen (typischerweise 9:00–17:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit für europäische Börsen).

Nicht-Handelsgebühren — was wir übersehen

Auszahlungsgebühren (meist 1–5 EUR), Inaktivitätsgebühren (wenn Sie nicht jedes Quartal handeln), Papierauszüge oder telefonische Ordergebühren — diese Posten summieren sich und können erheblicher sein als die eigentlichen Handelsprovisionen. Prüfen Sie das Preisverzeichnis Ihres Brokers und vergleichen Sie es mit Alternativen im Leitfaden Broker-Auswahl.

Wie man richtig vergleicht

Statt Provisionen zu vergleichen, vergleichen Sie das Gesamtkostenprofil für Ihr konkretes Szenario: wie oft Sie kaufen, in welcher Währung, welche Beträge und ob Sie Auszahlungen planen. Denken Sie ebenso über Kosten als Ganzes nach — ignorieren Sie keine Schicht.

Häufige Fragen

Wie verdient ein Broker ohne Provisionen?

Vor allem durch den Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis), Forex-Gebühren bei Währungsumrechnungen sowie verschiedene Nicht-Handelsgebühren für Auszahlungen, Inaktivität oder Kontoführung. Wirklich kostenlos gibt es nicht.

Was ist Payment for Order Flow?

Eine Praxis, bei der ein Broker Kundenaufträge gegen Zahlung an einen Market Maker weiterleitet. In der EU seit 2026 verboten. Sie führte zu einem potenziellen Interessenkonflikt — der Broker bevorzugte möglicherweise den zahlenden Market Maker statt den mit dem besten Preis.

Wie groß ist der Spread bei ETFs?

Bei großen, liquiden ETFs an Hauptbörsen typischerweise 0,01–0,1 %. Bei weniger liquiden Fonds oder außerhalb der Haupthandelszeiten kann er deutlich höher sein. Kaufen Sie immer dann, wenn die entsprechende Börse geöffnet ist.

Wie ermittle ich die tatsächlichen Kosten meines Brokers?

Laden Sie das vollständige Preisverzeichnis herunter (nicht nur die Provisionsübersicht) und berechnen Sie Ihre typischen Jahreskosten: Forex-Gebühren × Anzahl der Käufe + Nicht-Handelsgebühren. Erst dann mit Alternativen vergleichen.

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