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NASDAQ 100: Der technologische Kern des amerikanischen Marktes
Das Wichtigste
- Der NASDAQ 100 umfasst die hundert größten Nicht-Finanzunternehmen, die an der NASDAQ-Börse notiert sind — Technologie dominiert, aber es ist kein reiner Tech-Index.
- Der Index ist nach angepasster Marktkapitalisierung gewichtet und wird regelmäßig neu ausbalanciert, um übermäßige Konzentration zu verhindern.
- Historisch erzielte er höhere Renditen als der S&P 500, jedoch auf Kosten deutlich höherer Volatilität und tieferer Kursrückgänge.
- Für tschechische Anleger sind irische UCITS-ETFs, die diesen Index nachbilden, über Standard-Brokerage-Plattformen verfügbar.
- Geeignet als Ergänzung zu einem breiteren Portfolio, nicht als einziger Aktienfonds.
Der NASDAQ 100 ist ein Index, der die hundert größten Nicht-Finanzunternehmen verfolgt, die an der amerikanischen NASDAQ-Börse notiert sind, wobei der Technologiesektor sein absolutes Rückgrat bildet. Er wurde 1985 gegründet und ist seitdem zum Synonym für wachstumsorientiertes Investieren geworden.
Was der Index enthält und wie er aufgebaut ist
Der Name „NASDAQ 100" ist etwas irreführend — es geht nicht um die hundert größten Unternehmen der Welt oder der USA, sondern um die hundert größten Nicht-Finanzunternehmen, die an der NASDAQ-Börse gehandelt werden. Banken und Versicherungen fehlen daher. Stattdessen dominieren Technologie, zyklische Konsumgüter und das Gesundheitswesen.
Der Index verwendet eine angepasste Marktkapitalisierung. Einmal jährlich findet eine spezielle Neugewichtung statt, die sicherstellt, dass kein Unternehmen die in den Indexregeln definierten Gewichtungsgrenzen überschreitet. Dennoch machen die ersten drei bis fünf Unternehmen zusammen typischerweise ein Viertel bis ein Drittel des Gesamtwertes aus.
Rendite und Risiko: Was die Daten zeigen
Historisch hat der NASDAQ 100 den S&P 500 über lange Zeiträume übertroffen — aber auf Kosten höherer Volatilität. In den Jahren 2000–2002 verlor er über 80 %. Im Jahr 2022 fiel er um mehr als ein Drittel. Wer durchhielt, wurde belohnt — wer zum falschen Zeitpunkt verkaufte, erlitt erhebliche Verluste.
- Höheres Beta gegenüber dem Markt: übertrifft in guten Jahren deutlich, hinkt in schlechten Jahren deutlich hinterher
- Starke Zinssensitivität: Technologieunternehmen reagieren empfindlich auf den Diskontierungssatz
- Konzentration — wenige Unternehmen treiben einen großen Teil der Performance an
NASDAQ 100 vs. S&P 500: Wann macht er Sinn?
Der NASDAQ 100 ist kein Ersatz für den S&P 500, sondern eine Ergänzung für Anleger, die bewusst eine höhere Technologieexponierung wünschen und die damit verbundene höhere Volatilität akzeptieren. Ein Vergleich beider Indizes und Überlegungen zur Portfolio-Gestaltung werden im Artikel All-World vs. S&P 500 behandelt.
Wie Sie als tschechischer Anleger investieren
Es gibt irische UCITS-ETFs, die den NASDAQ 100 abbilden und bei den meisten europäischen Online-Brokern erhältlich sind. Der irische Domizil (ISIN „IE") ist aus steuerlicher Sicht bei Dividenden vorteilhaft. Die Brokerauswahl wird im Broker-Auswahlratgeber behandelt. Dies ist keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was ist der NASDAQ 100?
Ein Index der hundert größten Nicht-Finanzunternehmen, die an der NASDAQ-Börse gehandelt werden. Technologieunternehmen dominieren, weshalb er als Technologieindex bezeichnet wird, enthält aber auch Gesundheits- und Konsumgüterunternehmen.
Ist der NASDAQ 100 riskanter als der S&P 500?
Ja, deutlich. Er weist eine höhere Volatilität, tiefere Kursrückgänge in Krisenjahren und eine stärkere Konzentration auf wenige Unternehmen auf. In guten Jahren hat er den S&P 500 jedoch historisch gesehen um eine erhebliche Marge übertroffen.
Wie wird der NASDAQ 100 neu ausbalanciert?
Die Zusammensetzung wird vierteljährlich überprüft, und mindestens einmal im Jahr findet eine spezielle Neugewichtung statt, bei der die Unternehmensgewichte korrigiert werden, damit keines übermäßig dominiert. Die größten Unternehmen bleiben jedoch weiterhin dominant.
Wie kaufe ich den NASDAQ 100 in Tschechien?
Über ein irisches UCITS-ETF, das bei den meisten europäischen Brokern erhältlich ist. Die ISIN beginnt mit „IE". Dividenden werden auf Fondsebene nach dem vorteilhaften irisch-amerikanischen Steuerabkommen besteuert; bei einem thesaurierenden ETF wird laufend nichts versteuert.