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Q1-Überprüfung: Stellen Sie das Jahr ein — Einzahlungen, Allokation, Ziele

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Das Wichtigste

Die vierteljährliche Portfolio-Überprüfung ist kein administrativer Aufwand — sie ist Ihr wichtigstes Investitionsritual, und der Januar gibt ihr mehr Sinn als jeder andere Monat im Jahr. Sie beginnen das Jahr mit einem sauberen Blatt, die Daten des Vorjahres sind vollständig und Sie haben Raum, ohne Druck nachzudenken.

Schritt 1: Aktuellen Stand erfassen

Öffnen Sie alle Broker-Konten und notieren Sie den Gesamtwert des Portfolios in Kronen. Wenn Sie Investitionen bei mehreren Institutionen haben (Broker, DIP, Pensionsfonds), addieren Sie alles zu einer Zahl. Vergleichen Sie sie mit dem Wert zum selben Datum des Vorjahres — nicht um die Marktleistung zu bewerten, sondern um zu wissen, wie viel Sie eingezahlt haben und wie sich das Portfolio entwickelt hat. Eine Anleitung zum Aufbau des ersten Portfolios finden Sie im Artikel Wie man ein erstes Portfolio zusammenstellt.

Schritt 2: Allokation überprüfen

Vergleichen Sie Ihre tatsächliche Allokation (Aktien / Anleihen / Barmittel / Alternativen) mit Ihrer Zielallokation. Wenn der tatsächliche Anteil um mehr als 5 Prozentpunkte vom Ziel abweicht, ziehen Sie ein Rebalancing in Betracht. Führen Sie Rebalancing vorrangig über neue Einzahlungen durch — kaufen Sie die untergewichtete Asset-Klasse nach, anstatt zu verkaufen und Steuerereignisse auszulösen. Rebalancing durch Verkauf ist sinnvoll nur bei großen Abweichungen oder wenn ein Ziel näher rückt.

Schritt 3: Einzahlungsplan für das Jahr festlegen

Legen Sie einen konkreten jährlichen Einzahlungsbetrag fest. Teilen Sie ihn in 12 monatliche Tranchen oder vierteljährliche Blöcke auf — je nachdem, was Ihnen entspricht. Prüfen Sie, ob ein Dauerauftrag eingerichtet ist. Erinnern Sie sich an das DIP-Limit für das Jahr und überprüfen Sie, ob Ihr Einzahlungsplan dessen maximale Ausnutzung ermöglicht.

Q1-Tipp: Januar ist auch ein guter Zeitpunkt, die Kosten zu überprüfen — die TER jedes ETFs im Portfolio und die Verwaltungs- oder Auszahlungsgebühren des Brokers. Gebühren mindern die Rendite still und unerbittlich, genau wie die Inflation.

Schritt 4: Jahresziele aufschreiben

Was wollen Sie Ihrem Portfolio Ende 2028 sagen? Schreiben Sie drei Dinge auf: Zielwert des Portfolios, geplanter Gesamteinzahlungsbetrag für das Jahr und ein „Nein" — ein Verhalten, das Sie in diesem Jahr vermeiden möchten (typischerweise: auf einen Kursrückgang mit Verkäufen reagieren, modische Titel außerhalb der Strategie kaufen).

Einen Überblick über verfügbare ETFs für verschiedene Asset-Klassen finden Sie im ETF-Navigator.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich eine Portfolio-Überprüfung durchführen?

Mindestens viermal im Jahr — zu Beginn jedes Quartals. Die jährliche Januar-Überprüfung sollte die gründlichste sein, da sie das Vorjahr abschließt und den Plan für das neue Jahr festlegt.

Muss ich jedes Quartal ein Rebalancing durchführen?

Nein. Führen Sie ein Rebalancing durch, wenn die tatsächliche Allokation das Toleranzband überschreitet (typischerweise ±5 % vom Ziel). In anderen Fällen reicht es, neue Einzahlungen in die untergewichtete Asset-Klasse umzuleiten.

Was soll ich tun, wenn ich keinen genauen Überblick über alle meine Investitionen habe?

Beginnen Sie damit, alle Konten und Produkte aufzulisten, bei denen Sie Geld haben — Broker, Sparkonto, Pensionsfonds, DIP. Das Zusammenrechnen zu einer Zahl ist die Grundlage jeder sinnvollen Überprüfung.

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