Portfolio a alokace
Assetkorrelation: Warum man nicht alles in einen Korb legen sollte
Das Wichtigste
- Eine Korrelation von +1 bedeutet, dass Vermögenswerte sich identisch bewegen — der Diversifikationsnutzen ist null.
- Eine Korrelation von −1 bedeutet perfekte Gegenbewegung — ideal, aber in der Praxis selten.
- Aktien und Anleihen haben typischerweise eine niedrige oder negative Korrelation, weshalb sie in Portfolios kombiniert werden.
- Die Korrelation ändert sich im Laufe der Zeit — in Krisen sind Assets tendenziell stärker korreliert als erwartet.
- Gold und Immobilien dienen gerade wegen ihrer unterschiedlichen Korrelation mit Aktien als Diversifikatoren.
Assetkorrelation ist ein statistisches Maß dafür, wie stark sich die Preise zweier Investments gemeinsam bewegen. Sie reicht von −1 (perfekte Gegenbewegung) über 0 (kein Zusammenhang) bis +1 (perfekter Gleichlauf). Je niedriger die Korrelation, desto größer der Diversifikationsnutzen bei der Kombination von Vermögenswerten.
Warum Korrelation wichtig ist
Wenn Sie zehn ETFs mit einer Korrelation von +1 hätten — die sich alle exakt gleich bewegen — haben Sie praktisch nur einen Fonds, aufgeteilt auf zehn Konten. Das Risiko wurde nicht gesenkt. Erst die Kombination von Assets mit niedrigerer gegenseitiger Korrelation liefert das, was Harry Markowitz „das einzige kostenlose Mittagessen im Finanzwesen" nannte: Risikosenkung ohne notwendige Renditeminderung.
Aktien und Anleihen
Historisch haben Aktien und Staatsanleihen eine niedrige oder negative Korrelation — wenn Aktien fallen, verlagern Anleger Kapital in sichere Häfen und Anleihen bleiben stabil oder steigen. Deshalb ist ihre Kombination die Grundlage der meisten Portfolios, vom Bogleheads-Drei-Fonds-Portfolio bis zum All-Weather-Portfolio.
Gold, REITs und Alternativen
Gold hat historisch eine niedrige Korrelation sowohl mit Aktien als auch mit Anleihen, weshalb Anleger es als Absicherungselement hinzufügen. Immobilien-REIT-ETFs und Rohstoffe spielen eine ähnliche Rolle. Aber Vorsicht — in akuten Krisen sind die Korrelationen tendenziell höher, als historische Daten vermuten lassen. Anleger in Panik verkaufen alles.
Wie man Korrelation praktisch nutzt
Sie müssen die Korrelation nicht manuell berechnen. Befolgen Sie einfach diese Grundsätze:
- Verschiedene geografische Regionen haben eine niedrigere Korrelation miteinander als verschiedene Aktien im selben Land
- Verschiedene Anlageklassen — Aktien, Anleihen, Gold — sind weniger korreliert als verschiedene Sektor-ETFs
- Thematische oder Sektor-ETFs sind tendenziell stark korreliert mit dem breiten Aktienindex
Häufige Fragen
Was ist Assetkorrelation in einfachen Worten?
Ein Maß dafür, wie stark sich zwei Investments gemeinsam bewegen. Korrelation +1 bedeutet, sie gehen immer denselben Weg, −1 immer den entgegengesetzten, 0 bedeutet kein Zusammenhang. Für Diversifikation suchen Sie nach Assets mit einer niedrigen oder negativen Zahl.
Warum werden Aktien und Anleihen kombiniert?
Weil sie historisch eine niedrige oder negative Korrelation haben: wenn Aktien fallen, sind Anleihen in der Regel stabil oder steigen. Diese Kombination senkt die Gesamtvolatilität des Portfolios, ohne notwendigerweise die Rendite zu senken.
Ändert sich die Korrelation im Laufe der Zeit?
Ja, erheblich. In Krisen sind Vermögenswerte tendenziell stärker korreliert, als historische Daten zeigen — Anleger verkaufen in Panik alles auf einmal. Deshalb ist es gut, sich nicht auf Korrelation als festen Schutz zu verlassen.