CCompound

Portfolio a alokace

Assetkorrelation: Warum man nicht alles in einen Korb legen sollte

6 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

Assetkorrelation ist ein statistisches Maß dafür, wie stark sich die Preise zweier Investments gemeinsam bewegen. Sie reicht von −1 (perfekte Gegenbewegung) über 0 (kein Zusammenhang) bis +1 (perfekter Gleichlauf). Je niedriger die Korrelation, desto größer der Diversifikationsnutzen bei der Kombination von Vermögenswerten.

Warum Korrelation wichtig ist

Wenn Sie zehn ETFs mit einer Korrelation von +1 hätten — die sich alle exakt gleich bewegen — haben Sie praktisch nur einen Fonds, aufgeteilt auf zehn Konten. Das Risiko wurde nicht gesenkt. Erst die Kombination von Assets mit niedrigerer gegenseitiger Korrelation liefert das, was Harry Markowitz „das einzige kostenlose Mittagessen im Finanzwesen" nannte: Risikosenkung ohne notwendige Renditeminderung.

Aktien und Anleihen

Historisch haben Aktien und Staatsanleihen eine niedrige oder negative Korrelation — wenn Aktien fallen, verlagern Anleger Kapital in sichere Häfen und Anleihen bleiben stabil oder steigen. Deshalb ist ihre Kombination die Grundlage der meisten Portfolios, vom Bogleheads-Drei-Fonds-Portfolio bis zum All-Weather-Portfolio.

Achtung: In Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen kann die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen positiv werden — beide Assetklassen fallen gleichzeitig. Diversifikation durch Korrelation ist eine Wahrscheinlichkeit, keine Garantie.

Gold, REITs und Alternativen

Gold hat historisch eine niedrige Korrelation sowohl mit Aktien als auch mit Anleihen, weshalb Anleger es als Absicherungselement hinzufügen. Immobilien-REIT-ETFs und Rohstoffe spielen eine ähnliche Rolle. Aber Vorsicht — in akuten Krisen sind die Korrelationen tendenziell höher, als historische Daten vermuten lassen. Anleger in Panik verkaufen alles.

Wie man Korrelation praktisch nutzt

Sie müssen die Korrelation nicht manuell berechnen. Befolgen Sie einfach diese Grundsätze:

Häufige Fragen

Was ist Assetkorrelation in einfachen Worten?

Ein Maß dafür, wie stark sich zwei Investments gemeinsam bewegen. Korrelation +1 bedeutet, sie gehen immer denselben Weg, −1 immer den entgegengesetzten, 0 bedeutet kein Zusammenhang. Für Diversifikation suchen Sie nach Assets mit einer niedrigen oder negativen Zahl.

Warum werden Aktien und Anleihen kombiniert?

Weil sie historisch eine niedrige oder negative Korrelation haben: wenn Aktien fallen, sind Anleihen in der Regel stabil oder steigen. Diese Kombination senkt die Gesamtvolatilität des Portfolios, ohne notwendigerweise die Rendite zu senken.

Ändert sich die Korrelation im Laufe der Zeit?

Ja, erheblich. In Krisen sind Vermögenswerte tendenziell stärker korreliert, als historische Daten zeigen — Anleger verkaufen in Panik alles auf einmal. Deshalb ist es gut, sich nicht auf Korrelation als festen Schutz zu verlassen.

In der App mit Werkzeugen öffnen →