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Bullen- und Bärenmarkt: Wie man sie erkennt
Das Wichtigste
- Ein Bärenmarkt ist technisch als Rückgang von 20 % oder mehr vom Höchststand definiert.
- Ein Bullenmarkt hat keine genaue Obergrenze — es ist eine Phase nachhaltigen langfristigen Wachstums.
- Bärenmärkte sind schmerzhaft, aber historisch gesehen haben sie immer geendet und wurden von einem neuen Bullenmarkt abgelöst.
- Der Versuch, den Ausstieg und Wiedereinstieg genau zu timen, kostet die meisten Anleger erhebliche Rendite.
- Regelmäßiges Investieren über DCA funktioniert auch im Bärenmarkt — Sie kaufen zu niedrigeren Preisen.
Ein Bärenmarkt tritt auf, wenn ein Aktienindex 20 % oder mehr von seinem vorherigen Höchststand fällt; ein Bullenmarkt ist eine Phase nachhaltigen Wachstums ohne einen solchen Rückgang.
Definitionen und Zahlen
Die Konvention ist klar: Bärenmarkt = Rückgang von 20 % vom Höchststand. Eine Korrektur ist ein kleinerer Rückgang — typischerweise 10–20 %. Die Grenzen sind analytisch, kein Naturgesetz, helfen aber bei der Kommunikation. Der Unterschied zwischen einer Korrektur und einem Crash wird im Folgeartikel behandelt.
Wie lange Bärenmärkte dauern
Historische S&P-500-Daten seit 1928 zeigen, dass Bärenmärkte im Durchschnitt etwa 9–10 Monate dauern. Die längsten (Dotcom, 2007–2009) überschritten zwei Jahre. Im Gegensatz dazu dauert der durchschnittliche Bullenmarkt mehr als 4 Jahre. Mit anderen Worten: Anleger verbringen deutlich mehr Zeit in Bullenmärkten als in Bärenmärkten.
Wie man sich im Bärenmarkt verhält
Die teuerste Entscheidung ist, in Panik zu verkaufen und auf den „richtigen Moment" zur Rückkehr zu warten. Das Problem: Die meisten Anleger verpassen diesen Moment, weil die stärksten Rallyes unerwartet kommen.
- Ändern Sie Ihre Strategie nicht — ein für Ihre Ziele aufgebautes Portfolio sollte einen Bärenmarkt überstehen.
- Halten Sie Ihr DCA aufrecht — bei regelmäßigem Investieren kaufen Sie zu niedrigeren Preisen, der Durchschnittskosteneffekt arbeitet für Sie.
- Überprüfen Sie Ihre Allokation — wenn der Rückgang Ihnen schlaflose Nächte bereitet, ist das Risiko in Ihrem Portfolio möglicherweise zu hoch.
Ein Bärenmarkt ist nicht das Ende der Welt
Jeder Bärenmarkt in der Geschichte wurde überwunden. Der geduldige Anleger, der nicht in Panik geraten ist, hat immer neue Höchststände erreicht. Die Kraft des Zinseszinses und ein langer Zeithorizont stehen auf seiner Seite — wie das mathematisch funktioniert, erklärt der Artikel über den Zinseszins.
Häufige Fragen
Was ist ein Bärenmarkt?
Technisch gesehen ein Rückgang des Aktienmarkts von 20 % oder mehr vom vorherigen Höchststand. Es ist eine Konvention — die 20-%-Schwelle ist ein analytisches Hilfsmittel zur Kommunikation, kein präzises Naturgesetz.
Wie lange dauern Bärenmärkte?
Durchschnittlich 9–10 Monate, aber es können auch mehr als 2 Jahre sein. Der wichtigste Punkt ist, dass historisch jeder Bärenmarkt geendet hat und ein neuer Bullenmarkt mit neuen Höchstständen gefolgt ist.
Soll ich Aktien in einem Bärenmarkt verkaufen?
In der Regel nicht — wenn Sie ein korrekt aufgestelltes Portfolio und einen ausreichend langen Anlagehorizont haben. Panikverkäufe und das Warten auf den „richtigen Moment" zur Rückkehr kosten die meisten Anleger einen erheblichen Teil ihrer langfristigen Rendite.