Důchod, renta a FIRE
Renditereihenfolge: Warum die Reihenfolge der Jahre mehr zählt als der Durchschnitt
Das Wichtigste
- Sequence-of-Returns-Risiko: schlechte Renditen zu Beginn der Rente schädigen das Portfolio stärker als dieselben Renditen am Ende.
- Eine Durchschnittsrendite von 7 % jährlich garantiert nicht das Überleben des Portfolios — die Reihenfolge zählt.
- In der Ansparphase wirkt das Sequenzrisiko paradoxerweise günstig: günstigere Käufe bei Abschwüngen.
- Schutz: Liquiditätspolster, Bucket-Strategie, dynamische Entnahmen.
- Dieses Risiko ist einer der Gründe, warum 4 % keine Garantie sind.
Das Sequence-of-Returns-Risiko ist die Gefahr, dass schlechte Renditen gleich zu Beginn der Entnahmephase auftreten — und das Portfolio irreparabel schädigen, auch wenn die durchschnittliche Rendite über den gesamten Zeitraum gut aussieht. Es ist eines der am wenigsten intuitiven Phänomene beim Investieren.
Warum die Reihenfolge zählt
Stellen Sie sich zwei Szenarien vor: In beiden haben Sie 10 Millionen CZK, in beiden beträgt die Durchschnittsrendite 6 % jährlich über 20 Jahre. Im ersten Szenario liefern die ersten drei Jahre −30 % gefolgt von starkem Wachstum. Im zweiten umgekehrt — zuerst Wachstum, dann der Einbruch gegen Ende. In der Ansparphase macht das keinen Unterschied. In der Entnahmephase ist der Unterschied dramatisch: Im ersten Szenario verkaufen Sie günstige Anteile beim Einbruch, das Portfolio schrumpft schneller, und das spätere Wachstum holt es nicht mehr auf.
Ansparphase vs. Entnahmephase
In der Ansparphase ist das Sequenzrisiko paradoxerweise günstig. Wenn der Markt fällt, kaufen Sie günstiger und der Durchschnittskurs Ihrer Anteile ist niedriger — siehe DCA und Kostenverteilung. Ein Einbruch schadet Ihnen nicht, wenn Sie nicht entnehmen. In der Entnahmephase ist es genau umgekehrt: Sie verkaufen unabhängig von den Marktbedingungen, und ein Einbruch erhöht die Anzahl verkaufter Anteile.
Wie man sich schützt
Es gibt keinen perfekten Schutz, aber es gibt Strategien, die helfen:
- Liquiditätspolster: 1–2 Jahre Ausgaben in Bar oder kurzfristigen Anleihen. Bei einem Einbruch entnehmen Sie von hier und müssen keine Aktien verkaufen.
- Bucket-Strategie: Das Portfolio wird in Eimer für 0–2 Jahre, 3–10 Jahre und 10+ Jahre aufgeteilt. Jeder hat andere Anlagen und einen anderen Horizont.
- Dynamische Entnahmen: in guten Jahren etwas mehr, in schlechten etwas weniger. Selbst eine 10%ige Reduzierung der Entnahmen bei einem Einbruch verlängert die Lebensdauer des Portfolios erheblich.
Praktisches Fazit
Das Sequence-of-Returns-Risiko ist einer der Hauptgründe, warum die Planung für Renteneinkommen komplexer ist als das Ansparen dafür. Sie werden es besser verstehen, wenn Sie den Artikel zur Berechnung des Weges zum Renteneinkommen lesen und die Projektion unter einem pessimistischen Szenario ausprobieren.
Häufige Fragen
Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko einfach erklärt?
Es ist das Risiko, dass der Markt genau dann fällt, wenn Sie mit den Entnahmen beginnen — zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Sie verkaufen günstige Anteile, das Portfolio schrumpft schnell, und späteres Wachstum holt es nicht mehr auf. Es ist die Reihenfolge der Renditen, die zählt, nicht nur der Durchschnitt.
Wie groß ist die Auswirkung des Sequenzrisikos?
Es kann fatal sein. Zwei Anleger mit derselben durchschnittlichen Rendite und denselben Entnahmen können nach 20 Jahren Portfolios haben, die sich um Millionen Kronen unterscheiden, abhängig davon, ob schlechte Jahre am Anfang oder am Ende kamen.
Hilft DCA (Kostenverteilung) im Ruhestand?
Nein — DCA hilft in der Ansparphase, wo Sie regelmäßig kaufen. In der Entnahmephase verkaufen Sie regelmäßig. Das Sequenzrisiko im Ruhestand wird daher durch DCA nicht gemindert; Sie benötigen andere Werkzeuge — ein Liquiditätspolster oder dynamische Entnahmen.
Wie groß sollte ein Liquiditätspolster sein?
Generell werden 1–2 Jahre Ausgaben in Bar oder kurzfristigen Anleihen empfohlen. Das gibt Ihnen Zeit, einen Abschwung zu überstehen, ohne Aktien verkaufen zu müssen. Ein zu großes Polster senkt die Gesamtrendite des Portfolios unnötig.