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Strategie

Growth-Investing: Wie man die Marktführer von morgen findet

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Das Wichtigste

Growth-Investing kauft Unternehmen, von denen ein deutlich überdurchschnittliches Umsatz- oder Gewinnwachstum erwartet wird — und akzeptiert eine Prämienbewerung in der Hoffnung, dass zukünftige Ergebnisse diese Prämie rechtfertigen.

Was bei einem Wachstumsunternehmen zu beachten ist

Die wichtigste Frage ist nicht „Wie schnell wächst der Umsatz gerade?" sondern „Wie groß ist der potenzielle Markt und wie weit ist das Unternehmen bei seiner Erschließung?" Schlüsselkonzepte:

Bewertung: Wo es wehtut

Wachstumsaktien werden mit hohem KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) oder KGV gehandelt, weil der Markt für die Zukunft zahlt. Das funktioniert, wenn das Unternehmen die Erwartungen tatsächlich erfüllt oder übertrifft. Wenn es verlangsamt, ist die Korrektur scharf — Prämienbewerungen verschwinden schnell.

GARP-Strategie: Growth at a Reasonable Price — sucht Unternehmen mit überdurchschnittlichem Wachstum, aber mit einem PEG-Verhältnis (KGV geteilt durch Wachstumsrate) nahe oder unter 1. Popularisiert von Peter Lynch.

Risiken des Wachstumsansatzes

Wachstumsaktien reagieren empfindlich auf Zinsbewegungen — höhere Zinsen reduzieren den Gegenwartswert zukünftiger Gewinne und drücken damit die Bewertungen. Deutlich zu sehen war das in den Jahren 2021–2022. Das zweite Risiko ist narrativ: Anleger verlieben sich in eine Geschichte und ignorieren, dass die Zahlen sie nicht bestätigen.

Wie man passiv in Wachstum investiert

Für Anleger ohne Zeit für Tiefenanalyse gibt es Growth-ETFs (iShares MSCI World Growth Factor, Invesco QQQ). Der passive Ansatz vergleicht dies mit aktivem Management. Eine Übersicht der Faktor-Fonds findet sich in der ETF-Sektion.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Growth-Investing von Value-Investing?

Value sucht unterbewertete Unternehmen, die unter ihrem inneren Wert handeln. Growth zahlt eine Prämie für Unternehmen mit überdurchschnittlichem Zukunftspotenzial. Beide Strategien können funktionieren, aber in unterschiedlichen Marktzyklen und mit unterschiedlichen Risiken.

Was ist das PEG-Verhältnis?

PEG (Price/Earnings to Growth) teilt das KGV durch die erwartete Gewinnwachstumsrate. Ein Wert unter 1 deutet darauf hin, dass der Aktienkurs das Wachstumspotenzial nicht vollständig widerspiegelt. Von Peter Lynch als GARP-Strategie-Instrument popularisiert.

Warum sind Wachstumsaktien zinssensitiv?

Ihr Wert hängt von zukünftigen Gewinnen ab. Höhere Zinsen reduzieren den Gegenwartswert ferner Gewinne (Diskontierungseffekt) und drücken damit die Bewertungen. Deshalb fallen Wachstumsaktien bei teurer werdendem Geld schneller als Value.

Woran erkennt man, dass eine Wachstumsaktie überbewertet ist?

Beobachten Sie, ob das Umsatzwachstum nachlässt, während die Bewertung hoch bleibt. Ein PEG deutlich über 2, eine sinkende Bruttomarge oder steigende Kundenfluktuation sind Warnsignale, dass die Prämienbewerung nicht nachhaltig ist.

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