Riziko, krize a měny
Konzentrationsrisiko in wenigen Indexgiganten
Das Wichtigste
- Kapitalisierungsgewichtete Indizes wie der S&P 500 weisen den größten Unternehmen automatisch mehr Gewicht zu.
- Historisch entfielen auf die 10 größten Unternehmen 15–20 % des Indexgewichts; heute kann es deutlich mehr sein.
- Konzentration ist an sich kein Problem — solange die größten Unternehmen wachsen, ziehen sie den Index nach oben.
- Das Problem entsteht, wenn eine Rotation aus Mega-Caps erfolgt und ETF-Anleger gezwungen sind, bei einem Kursrückgang zuzukaufen.
- Alternativen: gleichgewichtete Indizes oder eine Kombination regionaler ETFs für eine eigene Ausgewogenheit.
Moderne kapitalisierungsgewichtete Indizes sind von Natur aus konzentriert — je besser es einem Unternehmen geht, desto größer ist sein Gewicht im Index, und ETF-Anleger können dies nicht beeinflussen.
Wie Kapitalisierungsgewichtung funktioniert
Ein kapitalisierungsgewichteter Index weist jedem Unternehmen ein Gewicht entsprechend seiner Marktkapitalisierung zu. Ein Unternehmen mit einem Marktwert von 3 Billionen CZK hat ein dreimal so großes Gewicht wie ein Unternehmen mit einem Wert von 1 Billion CZK. Als Ergebnis können einige der größten Unternehmen einen sehr erheblichen Teil des gesamten Index repräsentieren.
Warum wachsende Konzentration entstanden ist
- Technologieplattformen weisen Netzwerkeffekte und Winner-takes-most-Dynamik auf — die Größten wachsen am schnellsten.
- Passives Investieren selbst stärkt die größten Unternehmen: Jeder neue Dollar in einen Index-ETF kauft alles proportional zum Gewicht.
- Aktienrückkäufe reduzieren die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien und treiben die Kurse nach oben.
Wann Konzentration ein Problem ist und wann nicht
Wenn Mega-Cap-Unternehmen weiterhin Ergebnisse liefern und innovieren, ist Indexkonzentration kein Problem — sie ziehen ihn nach oben. Das Problem entsteht beim Rotationsmoment: Anleger verschieben Kapital aus premium-bewerteten Technologien in Wert- oder Defensivsektoren. Index-ETFs müssen dann das Teure verkaufen und das Günstige kaufen, aber in der Praxis passiert das langsam und mit Verzögerung.
Alternativen zur Reduzierung der Konzentration
- Gleichgewichteter ETF: Jedes Unternehmen hat dasselbe Gewicht unabhängig von der Marktkapitalisierung. Historisch weist er ein anderes Risikoprofil auf als der marktkapitalisierungsgewichtete Index.
- Kombination regionaler ETFs: Separate Allokationen für die USA, Europa und Schwellenmärkte geben mehr Kontrolle über regionale Konzentration.
- Small-Cap-Beimischung: Das Hinzufügen eines Small-Cap-ETF verringert die Abhängigkeit von Mega-Caps und fügt Vielfalt hinzu.
Für die meisten Anleger bleibt ein einfacher All-World- oder S&P-500-ETF eine vernünftige Wahl — aber es ist gut zu wissen, was man tatsächlich besitzt. Einen detaillierteren Blick auf die Zusammensetzung bietet der ETF-Navigator.
Häufige Fragen
Warum sind Indizes wie der S&P 500 so konzentriert?
Kapitalisierungsgewichtung bedeutet, dass die größten Unternehmen das größte Gewicht tragen. Je besser es ihnen geht, desto mehr wachsen sie und desto größer werden ihre Gewichte. Passive Zuflüsse in Index-ETFs verstärken diesen Effekt noch weiter.
Ist es gefährlich, in einen konzentrierten Index zu investieren?
Nicht unbedingt gefährlich, aber es bedeutet, dass die Indexperformance stark von einigen wenigen Unternehmen abhängt. Wenn es ihnen gut geht, steigt das Portfolio schnell. Wenn eine Rotation erfolgt, kann der Rückgang konzentrierter sein, als die Anzahl der Titel vermuten lässt.
Wie kann ich das Konzentrationsrisiko in einem Index reduzieren?
Ein gleichgewichteter ETF, eine Kombination regionaler Fonds oder das Hinzufügen eines Small-Cap-ETF sind Möglichkeiten, die Exponierung über Mega-Caps hinaus zu streuen. Für die meisten Anleger stellt ein Standard-Globalindex jedoch noch einen akzeptablen Kompromiss dar.