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Wie man mit Volatilität zu Jahresbeginn umgeht: ein Leitfaden für den ruhigen Anleger

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Das Wichtigste

Warum der Jahresbeginn an den Märkten chaotisch ist

Die ersten Monate eines neuen Jahres sind historisch gesehen eine der volatilsten Phasen an den Aktienmärkten. Anleger überprüfen ihre Portfolios nach der Jahresbilanz, die ersten Unternehmensergebnisse für das Vorjahr treffen ein, Zentralbanken signalisieren ihre Pläne und die Medien sind voller Prognosen. All diese Impulse treffen gleichzeitig aufeinander und die Märkte reagieren mit Bewegungen in beide Richtungen. Das Ergebnis ist ein psychologischer Test — besonders für weniger erfahrene Anleger.

Volatilität ist kein Problem, sondern eine Voraussetzung für Rendite

Das ist wahrscheinlich das Wichtigste, das sich ein langfristiger Anleger einprägen muss: Volatilität ist kein Feind, es ist der Preis, den wir für die höhere Rendite von Aktien gegenüber Anleihen oder Bargeld zahlen. Ohne Schwankungen würden Aktien keine Risikoprämie bieten und alle würden sie kaufen — womit sie die Prämie eliminieren würden.

Volatilität schmerzt psychologisch, nicht mathematisch. Ein Portfolio, das um 20 % fällt und dann um 25 % steigt, ist mehr wert als zuvor. Das Problem entsteht, wenn Sie beim Rückgang verkaufen — dann realisieren Sie den Verlust.

Drei Strategien für eine ruhige Volatilitätsphase

Die größten Verluste an Aktienmärkten entstehen nicht durch Marktrückgänge, sondern durch Panikverkäufe und das Verpassen der Erholungsrally. Menschen, die im März 2020 verkauft haben, verpassten eine der schnellsten Bären-Rallys in der Geschichte.

Was zu beachten und was zu ignorieren ist

Es lohnt sich zu beobachten: ob sich die Fundamentaldaten Ihrer Anlagethese geändert haben, ob Ihre Allokation noch zu Ihrem Horizont und Ihrer Risikotoleranz passt, ob Sie in naher Zukunft Bargeld benötigen. Zu ignorieren: tägliche Indexschwankungen, Medienüberschriften über „den Crash des Jahres", Analystprognosen über spezifische kurzfristige Marktbewegungen.

Wenn Sie sich für die Psychologie des Investierens interessieren, lesen Sie was Risiko ist und wie man es misst. Um zu verstehen, warum ein passiver Ansatz in turbulenten Zeiten in der Regel gewinnt, lesen Sie aktives vs. passives Investieren.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob ein Markteinbruch ein Verkaufssignal ist und nicht nur Volatilität?

Fragen Sie sich: Haben sich die Fundamentaldaten geändert, warum Sie die Investition halten? Wenn Sie einen globalen Index gekauft haben und die globale Wirtschaft noch funktioniert, ist ein kurzfristiger Rückgang kein Verkaufssignal — es ist Volatilität.

Macht es Sinn, Aktien beim Einbruch zu kaufen?

Für einen regelmäßigen Anleger mit DCA-Strategie ja — beim Einbruch kaufen Sie für denselben Betrag mehr Anteile. Der Versuch, das genaue Tief zu timen, ist aber auch bei Profis statistisch erfolglos.

Was ist der VIX und warum beobachten ihn Anleger?

VIX ist der Volatilitätsindex des US-Marktes, abgeleitet von S&P-500-Optionspreisen. Er wird „Angstindex" genannt — ein hoher VIX signalisiert Nervosität am Markt. Für langfristige Anleger ist er eher Kontext als Aktionssignal.

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