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PEG-Verhältnis: Kurs-Gewinn-Wachstum verständlich erklärt

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Das Wichtigste

Das PEG-Verhältnis (Price/Earnings to Growth) ist eine Bewertungskennzahl, die das klassische Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) durch das erwartete jährliche Gewinnwachstumstempo eines Unternehmens teilt — und damit beantwortet, ob ein hohes KGV "bezahlt" oder "überzahlt" ist.

Wie das PEG berechnet wird

Die Formel ist einfach:

In diesem Vergleich ist das erste Unternehmen trotz höherem KGV günstiger als das zweite, wenn es sein Wachstum tatsächlich liefert. Das PEG-Konzept wurde erstmals vom Investor Peter Lynch in seinem Buch "One Up on Wall Street" populär gemacht.

Wie PEG interpretiert wird

Die Faustregel lautet: PEG unter 1 = potenziell unterbewertete Aktie, PEG um 1 = faire Bewertung, PEG über 1 = möglicherweise überteuert. Diese Regel ist grob — in verschiedenen Branchen und Marktbedingungen gelten unterschiedliche Normen. Technologieunternehmen handeln traditionell mit einem höheren PEG als Banken oder Versorger.

Schwäche des PEG: Die Kennzahl hängt von einer Schätzung künftiger Gewinne ab, die Analysten leicht überschätzen. Je weiter der Ausblick, desto größer die Unsicherheit. Deshalb sollte PEG nie als alleiniges Entscheidungswerkzeug genutzt werden.

Wann PEG nützlich ist und wann nicht

PEG ist am nützlichsten beim Vergleich von Unternehmen in ähnlichen Branchen mit unterschiedlichen Wachstumsraten. Es hilft, ein "teures" Unternehmen von einem "teuren Unternehmen, das es verdient" zu unterscheiden. Bei reifen Unternehmen mit null oder negativem Wachstum ergibt PEG keinen Sinn. Ein Passivanleger in Index-ETFs braucht PEG nicht — aber es hilft zu verstehen, warum Analysten über Bewertungen von Wachstumsaktien diskutieren. Die Grundlagen von Bewertungsbegriffen und KGV beschreiben wir im Investitionslexikon.

Häufige Fragen

Was ist das PEG-Verhältnis?

Eine Bewertungskennzahl, die das KGV einer Aktie durch die erwartete Gewinnwachstumsrate (in Prozent) teilt. Es gibt einem hohen KGV Kontext — und zeigt, ob die Prämiumsbewertung durch das Wachstumstempo des Unternehmens gerechtfertigt ist.

Wie wird PEG interpretiert?

Als Richtwert: PEG unter 1 = potenziell unterbewertete Aktie, PEG = 1 = faire Bewertung, PEG über 1 = möglicherweise überteuert. Dies gilt nur innerhalb vergleichbarer Unternehmen und Branchen — es ist keine absolute Regel.

Warum PEG nicht allein nutzen?

Weil es von einer Schätzung künftiger Gewinne abhängt, die immer unsicher ist. Analysten können zu optimistisch oder pessimistisch sein. PEG ist ein Werkzeug im Werkzeugkasten, kein selbstgenügsamer Filter für günstige Aktien.

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