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Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): Was es über den Wert einer Aktie sagt und wie man es liest

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Das Wichtigste

Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis, englisch Price-to-Earnings) gibt an, das Wievielfache des jährlichen Nettogewinns eines Unternehmens Sie beim Kauf seiner Aktien bezahlen — es ist die am häufigsten verwendete schnelle Bewertungskennzahl am Aktienmarkt.

Wie wird das KGV berechnet?

Die Formel ist einfach: KGV = Aktienkurs ÷ Gewinn je Aktie (EPS). Kostet eine Aktie 1.000 CZK und verdient das Unternehmen jährlich 50 CZK je Aktie, ist KGV = 20. Das bedeutet, Sie zahlen für jeden Tschechischen Krone Jahresgewinn 20 Kronen. Oder anders ausgedrückt: Bei gleichbleibendem Gewinn würde sich die Investition in 20 Jahren amortisieren.

Wie man das KGV in der Praxis liest

Zwei Unternehmen mit demselben KGV von 20 können sehr unterschiedliche Geschichten sein:

KGV-Varianten, denen Sie begegnen werden

Es gibt mehrere Versionen des KGV, je nachdem welchen „G" (Gewinn) Sie verwenden:

Häufiges Missverständnis: Das KGV kann nicht sektorübergreifend verglichen werden. Ein Technologieunternehmen mit KGV 35 und eine Bank mit KGV 10 können beide „fair bewertet" sein — jeder Sektor hat seinen eigenen historischen Durchschnitt. Vergleichen Sie das KGV immer mit dem Sektordurchschnitt und dem historischen Durchschnitt des Unternehmens selbst.

KGV bei ETFs und Indizes

Aktienindex-ETFs haben auch ihr eigenes KGV — es ist der gewichtete Durchschnitt der KGVs aller Unternehmen im Index. Auf der Website des Anbieters (iShares, Vanguard) oder auf Seiten wie MSCI finden Sie das KGV für jeden Index. Es ist ein nützlicher Überblick, ob der gesamte Markt historisch teuer oder günstig ist — aber auch hier gilt: im Kontext vergleichen. Mehr zum Vergleich von Indizes im Artikel All World vs. S&P 500.

Grenzen des KGV: wann die Zahl täuscht

Das KGV berücksichtigt nicht: die Verschuldung des Unternehmens, Qualität des Gewinns (Einmalposten), Währungsrisiko, Dividenden oder Kapitalintensität. Deshalb schauen erfahrene Anleger auch auf das KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis), EV/EBITDA oder Free Cash Flow Yield. Das KGV ist ein guter Ausgangspunkt, kein endgültiges Urteil.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung dar.

Häufige Fragen

Was ist das KGV, einfach erklärt?

Aktienkurs geteilt durch den jährlichen Gewinn je Aktie. Die resultierende Zahl sagt, das Wievielfache des Jahresgewinns Sie beim Kauf zahlen. KGV 20 bedeutet: Sie zahlen für jeden Tschechischen Krone Jahresgewinn 20 Kronen, oder bei gleichbleibendem Gewinn amortisiert sich die Investition in 20 Jahren.

Ist ein niedriges KGV immer ein Signal für eine günstige Aktie?

Nein. Ein niedriges KGV kann eine günstige Aktie bedeuten, aber auch ein Unternehmen mit Problemen, langsamem Wachstum oder einem zyklischen Sektor. Ein niedriges KGV einer Bank ist normal; ein niedriges KGV eines Technologieunternehmens kann auf Probleme hindeuten. Vergleichen Sie immer im Kontext des Sektors.

Wie hoch ist das historische KGV des S&P 500?

Das historische Trailing-KGV des S&P 500 liegt ungefähr zwischen 15 und 20. In Niedrigzinsphasen toleriert der Markt höhere Bewertungen — das KGV tendiert dann nach oben. Shillers CAPE verfolgt einen 10-Jahres-Durchschnitt und filtert kurzfristige Gewinnschwankungen besser heraus.

Wie finde ich das KGV eines ETFs?

Auf der Website des Anbieters (iShares, Vanguard) in der Rubrik „Portfolio characteristics" oder „Fund details". MSCI und FTSE Russell veröffentlichen auch das KGV ihrer Indizes. Es ist der gewichtete Durchschnitt der KGVs aller Unternehmen im Index.

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