Riziko, krize a měny
Hebelrisiko: Warum man sich kein Geld zum Aktienkauf leihen sollte
Das Wichtigste
- Hebelwirkung vervielfacht Gewinne und Verluste gleichermaßen — aber ein Verlust von 100 % kann nicht überwunden werden, während ein Gewinn unbegrenzt sein kann.
- Ein Margin Call kommt im schlimmsten Moment: bei einem Kursrückgang, wenn es psychologisch am schwersten ist zuzukaufen.
- Kreditzinsen fallen unabhängig von der Marktentwicklung an — in einem Seitwärtsmarkt vernichten sie Sie still.
- Gehebelte ETFs (2× oder 3×) sind nur für kurzfristigen Handel geeignet, nicht für langfristiges Halten.
- Weder Buffett noch Bogle empfehlen Hebelwirkung — und beide haben Dutzende von Krisen ohne Ausbrennen überlebt.
Hebelwirkung ist ein Instrument, das Renditen vervielfacht — aber asymmetrisch: Ein Verlust von 100 % kann nicht überwunden werden, während Gewinne unbegrenzt sein könnten, und genau diese Asymmetrie macht den Hebel zur tödlichen Falle für Anleger.
Wie Hebelwirkung funktioniert und wo Sie sie finden
Hebelwirkung beim Investieren erscheint in mehreren Formen: ein Margin-Konto bei einem Broker (Sie leihen vom Broker zum Kauf von Aktien), CFD-Kontrakte (Sie handeln mit 5×- bis 50×-Hebelwirkung), gehebelte ETFs (ein Fonds, der das 2×- oder 3×-fache der täglichen Indexrendite verspricht) oder einfach ein Verbraucherkredit, der für Investitionen verwendet wird.
Die Asymmetrie des Risikos: Warum Hebelwirkung mathematisch nicht aufgeht
Stellen Sie sich eine Investition von 100.000 CZK mit 2×-Hebelwirkung vor (Eigenkapital 50.000 CZK; die verbleibenden 50.000 CZK sind geliehen).
- Wenn der Markt um 20 % steigt: Wert steigt auf 120.000 CZK → nach Rückzahlung des Kredits verbleiben 70.000 CZK → 40 % Rendite auf Eigenkapital.
- Wenn der Markt um 40 % fällt: Wert fällt auf 60.000 CZK → nach Rückzahlung des Kredits verbleiben 10.000 CZK → 80 % Verlust auf Eigenkapital.
- Wenn der Markt um 50 % fällt: Wert 50.000 CZK, gesamtes Eigenkapital ausgelöscht. Margin Call.
Gehebelte ETFs: Warum sie sich nicht zum langfristigen Halten eignen
Gehebelte ETFs (z. B. 2× S&P 500) versprechen die doppelte tägliche Rendite. Aufgrund von Volatility Decay (dem Verlust aus der täglichen Rücksetzung) verlieren sie jedoch in einem Seitwärts- oder volatilen Markt dauerhaft gegenüber dem einfachen 2×-Index. Studien zeigen, dass ein 3×-gehebelter ETF auf den S&P 500 über 10 Jahre mit hoher Volatilität dem ungehebelten Index hinterherhinken kann.
Wann Hebelwirkung gerechtfertigt ist
Eine Hypothek auf die eigene Immobilie ist „gute" Hebelwirkung — Sie haben ein reales Aktiv, einen niedrigen Zinssatz und einen psychologischen Anker. Andere Formen von Hebelwirkung auf Aktien ergeben für Privatanleger keinen Sinn. Investieren Sie stattdessen mehr Eigenkapital über regelmäßiges DCA. Der in der Kraft des Zinseszinses beschriebene Compounding-Effekt ist der sicherere Weg zum selben Ziel.
Häufige Fragen
Warum ist das Leihen für Aktieninvestments gefährlich?
Hebelwirkung vervielfacht Verluste genauso wie Gewinne. Bei 2×-Hebelwirkung vernichtet ein Markteinbruch von 50 % das gesamte Eigenkapital. Der Broker kann außerdem einen Margin Call aussprechen und Ihre Positionen genau im schlechtesten Moment verkaufen.
Was ist ein Margin Call?
Eine Aufforderung des Brokers, Kapital nachzuschießen, oder ein sofortiger Verkauf von Positionen, wenn der Portfoliowert unter die Mindestanforderung fällt. Er tritt meist bei Markteinbrüchen auf — zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.
Sind gehebelte ETFs für langfristige Investments geeignet?
Nein. Gehebelte ETFs sind für kurzfristigen Handel konzipiert. Aufgrund der täglichen Rücksetzung und Volatility Decay in Seitwärts- oder volatilen Märkten bleiben sie dauerhaft hinter dem theoretischen Indexvielfachen zurück.