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Währungsklassen von ETFs und währungsgesicherte Fonds: Wann ist das relevant?

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Das Wichtigste

Die Währungsklasse eines ETF legt fest, in welcher Währung der Fonds Renditen ausweist und Einheiten ausgibt — sie ändert weder die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Portfolios noch das grundlegende Währungsrisiko des Anlegers. Viele Einsteiger verwechseln diesen Unterschied und zahlen unnötigerweise für eine Absicherung, die sie nicht benötigen.

Anteilsklasse ≠ Währung der Vermögenswerte

Nehmen Sie einen globalen ETF, der den MSCI World Index nachbildet. Der Fonds hält amerikanische, japanische, britische und europäische Aktien in deren Heimatwährungen. Kaufen Sie die EUR-Klasse, sehen Sie die Rendite in Euro — sind aber weiterhin Wechselkursbewegungen von USD, JPY und GBP gegenüber EUR ausgesetzt. Sie erhalten lediglich Ihre Abrechnung in Euro.

Was macht eine gesicherte Anteilsklasse (Hedged)?

Ein Fonds mit dem Zusatz EUR Hedged oder CZK Hedged sichert das Währungsrisiko aktiv durch Terminkontrakte oder Swaps ab. Das Ergebnis:

Wann ist Hedging sinnvoll — und wann nicht?

Hedging lohnt sich besonders bei einem kurzen Anlagehorizont (bis zu 3 Jahren), bei Anleihen-ETFs (wo eine Währungsschwankung die gesamte Rendite zunichte machen kann) oder bei einem genau geplanten Ausgabenbedarf in Kronen. Für Aktien-ETFs mit einem Horizont von 10 oder mehr Jahren zeigen historische Daten, dass sich Währungsschwankungen langfristig weitgehend ausgleichen.

Hinweis: CZK-Klassen von UCITS-ETFs sind sehr selten. Die praktischste Wahl für einen tschechischen Anleger ist eine EUR-Klasse eines ungesicherten Fonds mit irischem Domizil. Mehr zu den Vorteilen des irischen Domizils im Artikel Warum UCITS-ETFs mit irischem Domizil.

Wie eine Anteilsklasse auf den ersten Blick zu erkennen ist

Achten Sie im ETF-Namen auf das Währungskürzel nach dem Bindestrich: „iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)" — die Klassenwährung ist USD. Der Zusatz „EUR Hedged" oder „H EUR" signalisiert eine Absicherung. Die ISIN beginnt für irisches Domizil immer mit „IE". Den Vergleich zwischen akkumulierenden und ausschüttenden Fonds (Acc vs. Dist) finden Sie im Artikel akkumulierende vs. ausschüttende ETFs.

Häufige Fragen

Beeinflusst die Währungsklasse eines ETF die Rendite?

Die Klasse selbst nicht — sie denominiert die Rendite lediglich in einer anderen Währung. Die Rendite wird beeinflusst, ob der Fonds gesichert ist. Eine gesicherte Anteilsklasse begrenzt Währungsschwankungen, fügt aber Absicherungskosten von 0,15–0,5 % p.a. hinzu.

Ist es für einen tschechischen Anleger sinnvoll, eine EUR-Klasse statt CZK zu wählen?

Ja — CZK-Klassen sind sehr selten. Die praktische Wahl ist eine EUR-Klasse eines ungesicherten Fonds. Wenn die Krone aufwertet, ist die in CZK umgerechnete Rendite niedriger — aber über einen 10-jährigen Horizont gleichen sich Währungsschwankungen weitgehend aus.

Wann ist ein Hedged-ETF sinnvoll?

Besonders bei Anleihen-ETFs, wo eine Währungsschwankung die gesamte Rendite auslöschen kann, oder bei einem Anlagehorizont unter 3 Jahren mit geplantem Ausgabenbedarf in Kronen. Bei Aktien mit einem 10+-Jahres-Horizont sind Absicherungen in der Regel unnötige Kosten.

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