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Wie viel Ihres monatlichen Einkommens sollten Sie investieren

6 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

„Wie viel Prozent meines Einkommens soll ich investieren?" ist eine tolle Frage — sie hat nur keine universelle Antwort. Es gibt aber ein klares Prinzip und einige Anhaltspunkte, nach denen Sie Ihre eigene Quote finden. Und Spoiler: Kontinuität ist wichtiger als die genaue Zahl.

Faustregel: 10 bis 20%

Häufig wird empfohlen, etwa 10–20% des Nettoeinkommens zu investieren. Das ist für die meisten Menschen ein vernünftiges Ziel — genug, um über Jahrzehnte Vermögen aufzubauen, und gleichzeitig nachhaltig. Aber betrachten Sie es als Orientierungsrahmen, nicht als Dogma: Wer mit fünf Prozent beginnt, ist unendlich weiter als jemand, der auf „bessere Zeiten" wartet.

Das Prinzip „Zahl zuerst dir selbst"

Das ist die wichtigste Gewohnheit der gesamten privaten Finanzen. Statt „was am Monatsende übrig bleibt" zu investieren (meistens nichts), legen Sie gleich nach dem Gehaltseingang Geld für Investitionen zurück — idealerweise automatisch per Dauerauftrag. Den Rest können Sie dann in Ruhe ausgeben. Investitionen werden zu einem fixen Ausgabeposten wie die Miete, kein freiwilliger Rest.

Die Reihenfolge ist wichtig. Bevor Sie damit beginnen, Investitionen zu maximieren, sollten Sie eine vollständige Notreserve und teure Schulden abgezahlt haben. Erst dann macht es Sinn, die Sparquote zu erhöhen. Voll zu investieren, während man Kreditkartenschulden mit 20% Zinsen hat, ergibt keinen Sinn.

Wie Sie Ihren Betrag finden

Beiträge mit dem Einkommen erhöhen

Immer wenn Ihr Gehalt steigt, erhöhen Sie auch Ihren Beitrag — idealerweise bevor Sie sich an das höhere Einkommen gewöhnt haben. Das nennt sich Schutz vor „Lifestyle Creep", bei dem Ausgaben unmerklich mit dem Einkommen wachsen und Ersparnisse gleich bleiben. Wenn Sie einen Teil jeder Gehaltserhöhung sofort in Investitionen stecken, werden Sie es nicht einmal vermissen.

Was Sie mitnehmen sollten

Suchen Sie nicht nach dem perfekten Prozentsatz — nehmen Sie einen nachhaltigen Betrag, zahlen Sie zuerst sich selbst und fügen Sie nach und nach mehr hinzu. Kontinuität und Zeit erledigen den Rest. Wie viel aus Ihrer Sparquote in 20–30 Jahren wird, zeigt Ihnen die Wachstumsprojektion.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent meines Einkommens soll ich investieren?

Eine häufige Faustregel sind 10–20% des Nettoeinkommens, aber betrachten Sie das als Orientierung, nicht als Regel. Auch 5% sind besser als nichts. Nehmen Sie einen nachhaltigen Betrag, den Sie jeden Monat schaffen, und erhöhen Sie ihn schrittweise mit wachsendem Einkommen.

Was bedeutet „Zahl zuerst dir selbst"?

Gleich nach dem Gehaltseingang Geld für Investitionen zurücklegen, idealerweise automatisch per Dauerauftrag, bevor Sie etwas anderes ausgeben. Investitionen werden so zu einem fixen Ausgabeposten wie die Miete, kein freiwilliger Rest, der meist nicht übrig bleibt.

Soll ich voll investieren, auch wenn ich Schulden habe?

Erst Notreserve aufbauen und teure Schulden (Kreditkarten, Konsumkredite) abbezahlen. Teure Schulden abzuzahlen ist eine garantierte Rendite in Höhe des Zinssatzes, die Investitionen nicht bieten können. Erst dann macht es Sinn, die Sparquote zu erhöhen.

Wie verhindere ich, dass mein Beitrag hinter dem Einkommen zurückbleibt?

Bei jeder Gehaltserhöhung auch den Investitionsbeitrag erhöhen, idealerweise bevor Sie sich an das höhere Einkommen gewöhnt haben. So schützen Sie sich vor „Lifestyle Creep", bei dem Ausgaben mit dem Einkommen wachsen und Ersparnisse gleich bleiben.

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