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Inflation, Zinssätze und Aktien: Wie sie zusammenhängen

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Das Wichtigste

Inflation, Zinssätze und Aktien sind drei verbundene Kräfte: Die Inflation steigt, die Zentralbank reagiert mit Zinserhöhungen, und steigende Zinsen drücken auf Aktienbewertungen. Diese Zusammenhänge zu verstehen hilft Ihnen, sich bei Marktschwankungen rational zu verhalten.

Wie Inflation Investoren schadet

Inflation mindert im Laufe der Zeit den realen Geldwert. Wer Ersparnisse in Bargeld hält, sieht deren Kaufkraft schwinden. Deshalb suchen Investoren Vermögenswerte, die Inflation schlagen — historisch dazu gehören Aktien, Immobilien und Rohstoffe. Festverzinsliche Anleihen haben es schwer, Inflation zu schlagen, weil ihre Nominalzahlungen fix sind.

Wie Zentralbanken reagieren

Hohe Inflation veranlasst Zentralbanken — die CNB in Tschechien, Fed und EZB weltweit — zur Zinserhöhung. Teureres Geld kühlt Konsum und Investitionen und dämpft damit die Inflation. Nebenwirkungen sind höhere Anleiherenditen, teurere Hypotheken und Druck auf Aktienbewertungen.

Reale vs. nominale Rendite: Nur die reale Rendite zählt — nominale Rendite minus Inflation. Ein Portfolio mit 8% Jahresrendite bei 6% Inflation wächst real nur um 2%.

Warum trotzdem in Aktien bleiben

Im Inflationsumfeld können Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen teurer anbieten und so nominal wachsen. Aktien sind daher kein perfekter, aber historisch einer der besten Inflationsschutze auf einem langen Horizont von 10+ Jahren. Kurzfristig können Bewertungen unter Zinsdruck fallen — das ist ein normaler Teil des Zyklus, kein Verkaufsgrund. Warum der passive Ansatz funktioniert, beschreibt der Artikel zu aktivem vs. passivem Investieren.

Wie man in der Praxis reagiert

Häufige Fragen

Sind Aktien ein guter Inflationsschutz?

Langfristig ja — Unternehmen können Preise erhöhen und nominal wachsen. Kurzfristig können höhere Inflation und Zentralbankreaktionen Märkte jedoch drücken. Der Inflationsschutz funktioniert besser mit einem Horizont von 10+ Jahren.

Was bedeutet reale Rendite?

Reale Rendite ist die nominale Portfoliorendite abzüglich Inflation. Wenn das Portfolio 7% verdient und die Inflation 4% beträgt, ist die reale Rendite 3%. Nur die reale Rendite entscheidet, ob ein Investor wirklich Vermögen aufbaut.

Soll ich mein Portfolio ändern, wenn die Inflation steigt?

In der Regel nein. Portfolioumschichtungen als Reaktion auf Makronachrichten sind teuer und kontraproduktiv. Besser: diversifizierten Plan halten und regelmäßig einzahlen — DCA mittelt den Kaufpreis über verschiedene Wirtschaftsphasen hinweg.

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