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Die Dot-Com-Blase und was davon noch heute gilt

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Das Wichtigste

Die Dot-Com-Blase (1995–2000) zeigte, dass selbst eine revolutionäre Technologie ein tödliches Investment sein kann, wenn man zur falschen Zeit zu viel dafür bezahlt.

Wie die Blase entstand

Nach dem Internetboom Mitte der 1990er Jahre überzeugten sich Anleger davon, dass jedes Unternehmen mit einer .com-Domain die Welt verändern würde. Der NASDAQ Composite stieg von rund 750 Punkten im Jahr 1995 auf 5.132 Punkte im März 2000. Unternehmen wie Pets.com oder Webvan sammelten Milliarden von Dollar ein — ohne jeden Gewinn oder ein realistisches Geschäftsmodell.

Warum die Blase platzte

Was überlebte und was unterging

Amazon, Alphabet (damals Google) und eBay überlebten und wurden zu Giganten. Tausende anderer Unternehmen verschwanden spurlos. Der entscheidende Test war einfach: Hat das Unternehmen einen Weg zum Gewinn und reale Umsätze? Wer in den Index statt in einzelne „Internetstars" investierte, erlitt zwar Verluste, verlor aber nicht alles.

Warnsignal einer Blase: Wenn Journalisten, Taxifahrer und Nachbarn alle darüber reden, warum Aktie X zwingend steigen muss — ist es zum Kaufen meist zu spät.

Was aus der Dot-Com-Ära noch heute gilt

Jede Technologiewelle — KI, Cloud, Biotech — zieht überzogene Erwartungen an. Bewertungen können selbst bei realen, funktionierenden Unternehmen überhitzt sein. Passives Investieren in den Index schützt zwar nicht vor Kursrückgängen, verhindert aber den Einstieg in einzelne Titel, die vollständig scheitern. Risiko in der Technologie wird in Euphoriephasen systematisch unterschätzt.

Häufige Fragen

Wann platzte die Dot-Com-Blase genau?

Der NASDAQ erreichte am 10. März 2000 seinen Höchststand von 5.132 Punkten. Danach begann der Rückgang, der bis Oktober 2002 andauerte. In dieser Zeit verlor der Index rund 78 % seines Wertes.

Wie erkennt man eine Marktblase?

Klassische Zeichen: Unternehmen ohne Umsatz werden enorm hoch bewertet, Medien berichten über einen unausweichlichen Anstieg, Privatanleger strömen massenhaft in den Markt, und die Loslösung von Fundamentaldaten wird mit einem „neuen Paradigma" begründet.

Hätte ich damals verkaufen oder halten sollen?

Das hängt von Horizont und Diversifikation ab. Der Index erholte sich rund 2007. Wer breit diversifiziert und regelmäßig zugekauft hat, erholte sich früher als jemand mit konzentrierten Tech-Wetten.

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