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Was ist langfristiges Investieren und warum funktioniert es?

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Das Wichtigste

Langfristiges Investieren bedeutet, Geld in Qualitätsanlagen zu stecken und es jahre- oder jahrzehntelang arbeiten zu lassen — ohne ständiges Kaufen und Verkaufen.

Warum langfristig investieren?

Kurzfristiges Handeln an der Börse ist sehr schwierig. Selbst professionelle Fondsmanager können den Markt im Durchschnitt nicht dauerhaft schlagen. Aber jeder kann einfach einen ETF kaufen, der den gesamten Markt abbildet, und warten. Zeit ist der größte Vorteil des durchschnittlichen Anlegers.

Der Schlüssel ist der Zinseszins: Erträge werden reinvestiert und verdienen im nächsten Jahr selbst Erträge. Eine detaillierte Erklärung finden Sie im Artikel Zinsen und Zinseszins einfach erklärt.

Was sagt die Geschichte?

Der US-Aktienindex S&P 500 (die 500 größten US-Unternehmen) wuchs über die letzten 100 Jahre im Durchschnitt um etwa 7–10 % pro Jahr nach Abzug der Inflation. Es gab viele Krisen: die Weltwirtschaftskrise 1929, die Ölkrise, die Dotcom-Blase, die Finanzkrise 2008, COVID-19 2020. Nach jeder Krise erholte sich der Markt und übertraf das vorherige Hoch.

Tipp: Richten Sie eine automatische Überweisung an Ihren Broker jeden Monat ein. Sobald es automatisch läuft, müssen Sie nicht mehr darüber nachdenken und Emotionen beeinflussen Ihre Anlageentscheidungen nicht.

Wie lange ist „langfristig"?

Der Anlagehorizont hängt von Ihrem Ziel ab. Rente? Idealerweise 20–40 Jahre. Kauf einer Wohnung in 10 Jahren? 10 Jahre sind zwar kurz für Aktien, aber immer noch besser als ein Sparkonto. Die Faustregel lautet: Je länger der Horizont, desto mehr können Sie in Aktien investieren. Kurzer Horizont (unter 3–5 Jahren) = dieses Geld keinesfalls in Aktien stecken.

Die DCA-Strategie — regelmäßig und stressfrei investieren

DCA (Dollar Cost Averaging) ist eine Strategie, bei der Sie jeden Monat denselben Betrag investieren, unabhängig davon, wie der Markt gerade steht. Sie kaufen sowohl günstig als auch teuer — der durchschnittliche Einstandspreis gleicht sich aus. Sie müssen nicht erraten, wann der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist. Es funktioniert automatisch und ohne Stress. Mehr über DCA im Artikel DCA — Durchschnittskosteneffekt.

Häufige Fragen

Sind 30 Jahre zu lang? Werde ich das Geld nicht früher brauchen?

Der Anlagehorizont ist ein Maximum, kein Minimum. Sie können einen ETF jederzeit verkaufen — die Börse ist jeden Werktag geöffnet. Aber lassen Sie einen Teil des Geldes so lange wie möglich arbeiten. Praktische Regel: Lassen Sie im Fonds nur Geld, das Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten 5+ Jahren nicht benötigen.

Was soll ich tun, wenn der Markt ein Jahr lang fällt und meine Anlagen im Minus sind?

Ein Rückgang ist ein normaler Teil des Zyklus. Ein nicht realisierter Verlust ist nur eine Zahl auf dem Bildschirm — ein echter Verlust entsteht erst im Moment des Verkaufs. Wenn Sie regelmäßig investieren und der Markt fällt, kaufen Sie günstiger. Historisch gesehen endete jeder Rückgang und die Märkte erreichten neue Höchststände.

Muss ich mein Anlagekonto täglich überprüfen?

Nein — im Gegenteil. Häufiges Kontrollieren führt zu emotionalen Entscheidungen. Es genügt, einmal im Monat oder Quartal zu prüfen, ob der regelmäßige Kauf durchgeführt wurde. Eine jährliche Portfolio-Überprüfung reicht für ein eventuelles Rebalancing.

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