Začínáme s investováním
Aktien, Fonds, ETF — der Unterschied einfach erklärt
Das Wichtigste
- Eine Aktie ist eine Beteiligung an einem Unternehmen — hohes Potenzial, aber auch hohes Konzentrationsrisiko.
- Ein Investmentfonds wird von einem Profi für Sie verwaltet — aktiver Ansatz, aber höhere Gebühren und im Durchschnitt geringere Renditen.
- Ein ETF ist ein passiver, an der Börse gehandelter Fonds — günstig, transparent und ideal für Einsteiger.
- Für einen langfristigen Einsteiger ist ein globaler Aktien-ETF die einfachste und historisch sehr effektive Wahl.
Aktien, Investmentfonds und ETFs sind drei verschiedene Möglichkeiten zu investieren — jede mit anderen Kosten, Risiken und Anforderungen an Ihre Zeit.
Aktie — ein Stück eines Unternehmens
Sie kaufen eine Apple-Aktie und besitzen einen kleinen Anteil an Apple. Wächst Apple, verdient Ihre Aktie mit. Fällt Apple oder geht es pleite, verlieren Sie Geld. Vorteil: direkte Kontrolle, keine Gebühren an einen Verwalter. Nachteil: Sie wetten auf ein Unternehmen — hohes Risiko. Mehr dazu: Was ist eine Aktie?
Investmentfonds — ein Verwalter wählt für Sie aus
Sie stecken Geld in einen Fonds. Ein professioneller Verwalter entscheidet, welche Aktien er kauft und verkauft. Ihr Anteil am Fonds steigt oder fällt entsprechend der Fondsperformance. Vorteil: Diversifikation, Expertenverwaltung. Nachteil: Gebühren sind hoch (1–2 % pro Jahr und mehr), und Untersuchungen zeigen durchgehend, dass die meisten aktiven Fonds den Index im Durchschnitt nicht übertreffen.
- Aktiv verwalteter Fonds = der Verwalter versucht, den Markt zu schlagen.
- Passiver Fonds = bildet einen Index ab, kein „Raten" des Marktes.
ETF — passiver Fonds an der Börse
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein an der Börse gehandelter Fonds, der passiv einen Index abbildet. Sie kaufen ihn nicht bei einer Bank, sondern über einen Broker — genau wie eine Aktie. Ein ETF hält gleichzeitig Aktien von Hunderten oder Tausenden Unternehmen. Gebühren sind niedrig (TER 0,05–0,50 % pro Jahr). Vorteile: günstig, transparent, diversifiziert, einfach.
Schnellvergleich — was wählen?
Aktien einzelner Unternehmen sind für fortgeschrittene Anleger, die das Unternehmen gut kennen und ein höheres Risiko akzeptieren. Aktive Investmentfonds sind für diejenigen, die einen Komplettservice wünschen und höhere Gebühren nicht stören. ETFs sind für langfristige Anleger, die einen einfachen, günstigen und transparenten Zugang zum gesamten Markt wollen.
Mehr über die Vorteile des passiven Investierens über ETFs im Artikel Aktives vs. passives Investieren — was gewinnt langfristig?
Häufige Fragen
Kann ein ETF wie ein Unternehmen bankrottgehen?
Der Wert eines ETFs kann fallen, wenn die enthaltenen Aktien sinken — das ist Marktrisiko. Aber der ETF-Verwalter (iShares, Vanguard, Amundi) hält reale Aktien getrennt vom eigenen Vermögen. Ginge der Verwalter pleite, würden die Aktien weiterhin existieren und die Anleger würden sie zurückerhalten oder der Fonds würde von einem anderen Verwalter übernommen.
Warum gewinnen aktive Fonds nicht, obwohl sie professionelle Verwalter haben?
Verwalter zahlen hohe Gebühren für ihre Arbeit, müssen regelmäßig handeln (Transaktionskosten) und können den Markt kaum dauerhaft besser vorhersagen als andere Profis. Die jährliche SPIVA-Studie zeigt, dass 80–90 % der aktiven Fonds über 15+ Jahre ihren Vergleichsindex nicht übertrafen.
Wie verdient ein ETF Geld, wenn er keine Aktien aktiv kauft und verkauft?
Ein ETF verdient auf zwei Wegen: durch den steigenden Wert der Aktien im Index und durch erhaltene Dividenden. Ein thesaurierender ETF reinvestiert Dividenden; ein ausschüttender zahlt sie aus. Auch ohne aktiven Handel partizipiert ein ETF vollständig an der Rendite des Marktes, den er hält — und genau das wollen wir.